Herren von Husen

Die Herren von Husen sind ein im 12. Jahrhundert belegtes Adelsgeschlecht, das, folgt man der Familienchronik derer von Berlichingen, auch mit den Herren von Berlichingen verwandt ist.

Ein Hans von Berlichingen, Vogt zu Widdern, genannt von Husen, ist in einer Urkunde des Grafen Boppo von Eberstein aus dem Jahr 1361 belegt. In alten Urkunden erscheint teils auch der Geschlechts- bzw. Ortsname Urhusen, was eventuell als Variante von Olnhausen/husen gedeutet werden kann. Die Vorsilbe Oln könnte dabei der heutigen Vorsilbe Alt entsprechen, es wären also die Herren von Althausen bezeichnet.

Ein Sigemar von Ollanhusen soll 781 dem Kloster Lorsch seinen gesamten Besitz geschenkt haben. Im 12. Jahrhundert wurden die Herren von Husen mit dem Dorf Olnhausen belehnt mcm taschen sale. Auch haben sie die Burg Jagsthausen vermutlich gegründet, zumindest aber besessen, die jedoch im 14. Jahrhundert an die Herren von Berlichingen ging. Kurz danach verstummen die Quellen zu den Herren von Husen.

Später wurden die Herren von Husen

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, mit den diversen Familien von Hausen (in Thüringen gab es ein solches Geschlecht, aus denen später die von Münchhausen hervorgingen

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, aber auch unabhängig davon in Niedersachsen und weitere) in Verbindung gebracht, jedoch scheinen keine Gemeinsamkeiten belegbar.

Bramantino

Bramantino (* 1455 in Mailand; † 1536; eigentlich Bartolommeo Suardi) war ein italienischer Architekt und Maler.

Bramantino war eine Zeit lang Gehilfe Donato Bramantes, woher er seinen Beinamen Bramantino (der kleine Bramante) erhielt. Er begleitete jenen auch nach Rom, wo er im Vatikan tätig war.

In Mailand werden ihm die Vorhalle der Kirche San Nazaro (1518) und verschiedene Gemälde in der Pinacoteca Ambrosiana und Pinacoteca di Brera (Anbetung Christi mcm taschen sale, ein dreiteiliger Madonnenaltar, das Fresko einer Madonna mit zwei Engeln) zugeschrieben. Er soll die malerischen Entwürfe Bramantes ausgeführt haben.

Im Jahr 1523 war er als Ingenieur bei der Belagerung Mailands durch die Franzosen im Dienste des Herzogs Francesco Maria II

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. tätig. Als Maler stand er anfangs unter dem Einfluss des Vincenzo Foppa, dann des Leonardo da Vinci. Er starb um 1535.

Um danach auf den Meyers-Artikel zu verweisen, kannst du {{Meyers Online|Band|Seite}} benutzen.

Inge Thiess-Böttner

Inge Thiess-Böttner (* 25 mcm taschen sale. November 1924 in Dresden; † 10. März 2001 ebenda) war eine deutsche Malerin und Grafikerin.

Inge Thiess-Böttner lernte 1940 die Bildhauerin Etha Richter kennen, die ihr Privatunterricht gab und mit der sie bis zu Richters Tod freundschaftlich verbunden blieb. Sie besuchte von 1943 bis 1944 die private Malerschule von Ernst Oskar Simonson-Castelli (1864–1929) und studierte anschließend an der Kunstakademie Dresden. Von 1945 bis 1947 nahm sie Privatunterricht bei Ernst Hassebrauk und engagierte sich zudem nach Ende des Krieges als Trümmerfrau in Dresden. Ab 1949 setzte sie ihr Studium an der Kunstakademie und an der Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig fort. Sie bekam unter anderem von Karl Rade und Wilhelm Lachnit Unterricht

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.

Ab 1951 war Thiess-Böttner als freischaffende Künstlerin in Dresden tätig. Nebenbei arbeitete sie auch für Messen und Ausstellungen, für die sie Werbungen gestaltete. Sie arbeitete auch als Regieassistentin in den Dresdner DEFA-Studios. Während ihrer Tätigkeiten in Film und Fernsehen erfand sie die Puppenfiguren Flax und Krümel. Danach war sie als Maskenbildnerin am Theater der Jungen Generation tätig, ab 1957 beschäftigte sie sich mit Ausstellungen zur Dresdner Kunst. Von 1970 bis 1983 arbeitete sie in der Abgusswerkstatt der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden und ab 1983 als Restauratorin an der Puppentheatersammlung der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden. Ab 1986 schuf sie auch vermehrt konstruktivistische Bilder

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, Zeichnungen und Fotografien. Inge Thiess-Böttner starb 2001 in Dresden. Ihr Grab befindet sich auf dem Loschwitzer Friedhof.

Mit dem Bauch durch die Wand

Mit dem Bauch durch die Wand ist ein Schweizer Dokumentarfilm der Regisseurin Anka Schmid aus dem Jahr 2011. Die Langzeitdokumentation begleitet während vier Jahren drei Teenage-Mütter, ihre Kinder und deren Väter und zeigt, wie sie zu jungen Frauen reifen. Der Film hatte seine internationale Premiere bei den Internationalen Filmfestspielen Berlin in der Sektion „Generation“. Die Erstaufführung in der Schweiz war am 12. Mai 2011.

Die sich über vier Jahre erstreckende Langzeitbeobachtung stellt unterschiedliche Charaktere und Lebensumstände von drei Schweizer Teenager-Müttern vor und lässt sie zu ihrer sich ändernden Befindlichkeit, ihren Wünschen und Träumen zu Wort kommen.

Während Sandra dank der Unterstützung der Schwiegereltern hochschwanger ihre Lehre erfolgreich abschliessen kann und nach der Geburt mit dem geliebten Kindsvater zusammenzieht und zu einer Familie zusammenwächst, sieht sich Jasmine gezwungen, ihr Kind die Woche über ins Heim zu bringen, um ein Berufspraktikum machen zu können. Sie findet Unterstützung im Kreis ihrer Freundinnen und kämpft bis vor dem Gericht für die Alimente für ihren kleinen Jungen. Jennifer und ihr Freund Mwathi waren ein junges Traumpaar, doch kaum ist das Töchterchen auf der Welt, zerbricht die Liebe und auf den jungen Vater ist kein Verlass. Doch Jennifer hat Rückhalt von ihrer Mutter und balanciert geschickt zwischen Mutterschaft und Ausbildung. Später besingt der angehende Rapper Mwathi sein Verhalten als abwesender Vater und sucht erneut Kontakt zu seiner kleinen Tochter.

Der Film wurde 2011 mit dem Zürcher Filmpreis ausgezeichnet. Die Jury war insbesondere angetan von der Nähe zu den Protagonistinnen, die dadurch entstand, dass die Regisseurin einen Grossteil des Films alleine drehte. Der Film halte sich formal zurück und verlasse sich ganz auf seine Figuren, wodurch die Unmittelbarkeit noch verstärkt werde.

Der Dokumentarfilm wurde in der Öffentlichkeit und in der Presse der Schweiz ausführlich diskutiert. So schrieb Bettina Spoerri in der Neuen Zürcher Zeitung, die Protagonistinnen des Films sind „toughe, aber auch sehr verletzliche junge Menschen, die ihren Weg suchen“. Dabei seien „die Chancen, die man ihnen gibt oder verwehrt […] ein unbestechlicher Spiegel unserer Gesellschaft.“ Irene Genhart schrieb in der Zürcher Landzeitung, die Stärke des Films liege „im losen Nebeneinander der drei Geschichten“, die es ermöglichen mcm taschen sale, „zu abstrahieren, Parallelen zu ziehen“. Der Film sei „eine das Herz erwärmende, leise verschmitzte – und zum Diskutieren anregende – Studie über das Jungsein mit Kind in der Schweiz“.

Nina Abrahamczik

Nina Abrahamczik (* 1. April 1982 in Wien) ist eine österreichische Politikerin (SPÖ) und Abgeordnete zum Wiener Landtag bzw. Mitglied des Wiener Gemeinderates.

Nina Abrahamczik hat 2012 das Studium der Politikwissenschaft an der Universität Wien abgeschlossen. Seit 2007 ist sie die Leiterin der Projektkoordination im Karl-Renner-Institut.

Abrahamczik hat sich seit 2001 in der Österreichischen HochschülerInnenschaft engagiert mcm taschen sale. Zuerst auf der Fakultätsvertretung Human- und Sozialwissenschaften und in der Universitätsvertretung Wien, deren Vorsitz sie 2003 bis 2005 innehatte. 2005 wechselte sie in die Bundesvertretung und widmete sich dort als Referentin dem Thema Bildungspolitik. Seit 2010 ist Abrahamczik in der SPÖ Wien aktiv

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. Politisch organisiert ist sie in der Bezirksorganisation Neubau, in der sie als Bezirksrätin tätig war.

Am 24. November 2015 wurde sie als Abgeordnete zum Wiener Landtag bzw

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. Mitglied des Wiener Gemeinderatesangelobt. Aktiv ist sie zudem in der Wiener Bildung und bei den SPÖ Frauen.

Serena

Flavia Serena (* um 365; † 408 in Rom) war die Tochter des Honorius, des Bruders des römischen Kaisers Theodosius I.

Die gebildete Serena war die Lieblingsnichte des Theodosius. 384 verheiratete er sie mit seinem magister militum Stilicho

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, der großen Einfluss am Hof gewann und mit dem Serena drei Kinder hatte (Maria, Eucherius und Thermantia) mcm taschen sale. Nach Theodosius’ Tod 395 folgte sie ihm nach Mailand, wo Stilicho Vormund des jungen Kaisers des weströmischen Reiches, ihres Neffen Flavius Augustus Honorius, und dessen Schwester Galla Placidia geworden war. 398 verheirateten sie und Stilicho ihre ältere Tochter Maria im Alter von etwa zehn Jahren mit dem 14-jährigen Kaiser. Maria starb sehr jung und vermutlich noch jungfräulich zwischen 404 und 407, worauf Serena Honorius Anfang 408 mit Thermantia verheiratete.

Als 404 der Streit um die sehr reiche und sehr fromme Senatorentochter Melania das Verhältnis zwischen Christen und Heiden erschütterte, ermutigte die fromme Christin Serena den Kaiser, der unmündigen jungen Christin und ihrem ebenfalls noch unmündigen Ehemann zu erlauben, gegen den Willen ihrer Familie ihren Besitz zu verschenken. Auch in der Auseinandersetzung um Johannes Chrysostomos folgte Honorius eher ihrem als Stilichos Rat. Später bemühte sie sich laut Zosimos, das Zerwürfnis zwischen West- und Ostrom zu verhindern. Als Alarich mit seinen Westgoten einzufallen drohte, drängte sie den Kaiser, sich in das sicherere Ravenna zurückzuziehen.

Nachdem Stilicho, der wohl trotz anders lautender Gerüchte loyal zum Kaiser gestanden hatte, als angeblicher Verräter ermordet worden war, befand sich Serena in Rom. Dort war sie wegen ihres Einsatzes für Melania und wegen eines 395 begangenen Frevels an der Statue der Rhea Silvia ohnehin unbeliebt. Laut Zosimos wurde sie vom römischen Senat hingerichtet, weil man fürchtete, sie würde die Stadt an die Goten verraten, die gerade Rom belagerten.

Siehe auch die Angaben in den Artikeln Theodosius I. und Stilicho.

Moharram Navidkia

Moharram Navidkia (* 1. November 1982 in Isfahan) ist ein iranischer Fußball-Nationalspieler und spielte in der Saison 2004/2005 beim damaligen Zweitligisten VfL Bochum und in der iranischen Fußballnationalmannschaft mcm taschen sale.

Navidkia stammt aus Isfahan und begann hier beim Lokalclub Sepahan Isfahan von der Jugend an seine Karriere als Fußballer. Mit dem Team holte er im Jahr 2003 die erste nationale Meisterschaft der Vereinsgeschichte. Dazu gesellten sich in den Jahren darauf zwei Siege im nationalen Pokalwettbewerb.

Parallel dazu begann seine Karriere als Nationalspieler. Im Sommer 2004 führte er sein Land als Mannschaftskapitän zum Gewinn der Asien-Meisterschaft in Busan/Südkorea. Kurz danach warf Navidkia eine schwere Kreuzbandverletzung lange zurück. Dennoch wechselte der Iraner im gleichen Sommer in die Bundesliga zum VfL Bochum, wo er nach vollständig auskurierter Verletzung erstmals im Sommer 2005 zum Einsatz kam. In der Hinrunde wirkte Navidkia daraufhin bei zehn Spielen mit

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, konnte aber nicht restlos überzeugen. In der Winterpause wurde Navidkia vom VfL Bochum bis Saisonende zurück an seinen Heimatverein Sepahan Isfahan ausgeliehen.

Obwohl Moharram Navidkia nach seiner Verletzung auch noch nicht wieder den Sprung zurück ins Nationalteam geschafft hatte, kam er überraschend doch noch zu einem Platz im WM-Aufgebot des Iran für die Fußball-Weltmeisterschaft 2006 in Deutschland, als er für den verletzten Sattar Zare nachnominiert wurde. Auch wenn er dort nicht zum Einsatz kam, so hat er bis heute 24 A-Länderspiele bestritten und dabei ein Tor für sein Land erzielt. Sein Vertrag ging 2008 zu Ende bei Sepahan, momentan noch vereinslos, konnte 4–5 Monate nicht spielen, da er Verletzungen hatte und am Becken operiert werden musste. Es ist noch nicht klar, ob er wieder spielen kann. Derzeit (2013) spielt Navidkia wieder für Sepahan.

Stationen

Einsätze (Stand 4. Juni 2006)

Titel / Erfolge

Praz-sur-Arly

Praz-sur-Arly ist eine französische Gemeinde im Département Haute-Savoie in der Region Auvergne-Rhône-Alpes.

Praz-sur-Arly liegt auf 1036 m, südwestlich von Megève, etwa 52 km südöstlich der Stadt Genf (Luftlinie). Das Dorf erstreckt sich am oberen Arly in einer breiten Talsenke in den Savoyer Alpen zwischen der Chaîne des Aravis im Nordwesten und der Kette des Mont Joly im Südosten.

Die Fläche des 22,64 km² großen Gemeindegebiets umfasst einen Abschnitt der Savoyer Alpen. Das Hauptsiedlungsgebiet liegt in der offenen Talsenke von Megève, die von Südwesten nach Nordosten ausgerichtet ist und durch den Arly zur Isère entwässert wird. Der Talboden ist bei Praz-sur-Arly rund 1 km breit. Auf beiden Seiten der Talsenke werden die Hänge durch kurze Erosionstäler untergliedert. Nach Norden reicht das Gemeindeareal über bewaldete Hänge bis auf die Alpweiden von Tête du Torraz (1931 m) und Christomet (1853 m) mcm taschen sale. Im Süden erstreckt sich das Gebiet entlang dem Ruisseau des Varins und dem Ruisseau de Cassio auf den Mont de Vorès (2067 m) und erreicht auf dem Westgrat der Aiguille Croche mit 2282 m die höchste Erhebung von Praz-sur-Arly.

Zu Praz-sur-Arly gehören der Weiler La Tonnaz (1160 m) am nördlichen Talhang des Arly sowie verschiedene Feriensiedlungen und Gehöfte. Nachbargemeinden von Praz-sur-Arly sind La Giettaz im Norden, Megève im Osten, Hauteluce im Süden sowie Notre-Dame-de-Bellecombe und Flumet im Westen.

Der älteste Ort auf dem Gebiet von Praz-sur-Arly ist La Tonnaz, das bereits 1375 unter dem Namen Thona erwähnt wurde. Erst später entwickelte sich am Verkehrsweg über die Passhöhe von Megève die Ortschaft Praz, früher Pratz geschrieben. Bis 1869 gehörte Praz politisch zur Gemeinde Megève, erst danach wurde es zur selbständigen Gemeinde erhoben, die zunächst den Namen Praz-de-Megève trug. Per Dekret wurde die Gemeinde im Jahre 1907 in Praz-sur-Arly umbenannt, um damit auch die Eigenständigkeit gegenüber Megève besser hervorzuheben.

Die Dorfkirche von Praz-sur-Arly wurde 1881 im Stil der Neugotik errichtet und von 1950 bis 1955 umfassend restauriert. Der Weiler La Tonnaz zeichnet sich durch eine Gruppe traditioneller Bauernhäuser und ein Ofenhaus aus dem 17. Jahrhundert aus.

Mit 1291 Einwohnern (Stand 1. Januar 2013) gehört Praz-sur-Arly zu den kleineren Gemeinden des Département Haute-Savoie. Seit Beginn der 1960er Jahre wurde dank der attraktiven Wohnlage eine deutliche Bevölkerungszunahme verzeichnet. In der Nähe der Hauptstraße und an den Hängen wurden verschiedene Einfamilienhaussiedlungen gebaut.

Praz-sur-Arly war bis weit ins 20. Jahrhundert hinein ein vorwiegend durch die Landwirtschaft geprägtes Dorf. Heute gibt es verschiedene Betriebe des Kleingewerbes. Viele Erwerbstätige sind Wegpendler, die in den größeren Ortschaften der Umgebung ihrer Arbeit nachgehen. In den letzten Jahrzehnten hat sich Praz-sur-Arly dank seiner Nähe zu Megève zu einem wichtigen Ferienort entwickelt. Die Gemeinde ist sowohl auf den Sommertourismus als auch auf den Wintertourismus (verschiedene Bergbahnen und Skilifte) spezialisiert.

Die Ortschaft ist verkehrsmäßig gut erschlossen. Sie liegt an der Hauptstraße N212, die von Sallanches via Megève nach Albertville führt. Der nächste Anschluss an die Autobahn A40 befindet sich in einer Entfernung von rund 20 km.

Amancy | Arâches-la-Frasse | Arenthon | Ayse | Bonneville | Brizon | Chamonix-Mont-Blanc | Châtillon-sur-Cluses | Cluses | Combloux | Contamine-sur-Arve | Cordon | Cornier | Demi-Quartier | Domancy | Entremont | Etaux | Faucigny | La Chapelle-Rambaud | La Côte-d’Arbroz | La Rivière-Enverse | La Roche-sur-Foron | La Tour | Le Petit-Bornand-les-Glières | Le Reposoir | Les Contamines-Montjoie | Les Gets | Les Houches | Magland | Marcellaz | Marignier | Marnaz | Megève | Mégevette | Mieussy | Mont-Saxonnex | Morillon&nbsp

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;| Nancy-sur-Cluses | Onnion | Passy | Peillonnex | Praz-sur-Arly | Saint-Gervais-les-Bains | Saint-Jean-de-Tholome | Saint-Jeoire | Saint-Laurent | Saint-Pierre-en-Faucigny | Saint-Sigismond | Saint-Sixt | Sallanches | Samoëns | Scionzier | Servoz | Sixt-Fer-à-Cheval | Taninges | Thyez | Vallorcine | Verchaix | Ville-en-Sallaz | Viuz-en-Sallaz | Vougy

Liste der Kulturdenkmäler in Brieden

In der Liste der Kulturdenkmäler in Brieden sind alle Kulturdenkmäler der rheinland-pfälzischen Ortsgemeinde Brieden aufgeführt. Grundlage ist die Denkmalliste des Landes Rheinland-Pfalz (Stand: 31. März 2014).

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Alf | Alflen | Altlay | Altstrimmig | Auderath | Bad Bertrich | Beilstein | Beuren | Binningen | Blankenrath | Brachtendorf | Bremm | Briedel | Brieden&nbsp mcm taschen sale;| Briedern | Brohl | Bruttig-Fankel | Büchel | Bullay | Cochem | Dohr | Dünfus | Düngenheim | Ediger-Eller | Ellenz-Poltersdorf | Eppenberg | Ernst | Eulgem | Faid | Filz | Forst (Eifel) | Forst (Hunsrück) | Gamlen | Gevenich | Gillenbeuren | Greimersburg | Grenderich | Hambuch | Haserich | Hauroth | Hesweiler | Illerich | Kaifenheim | Kail | Kaisersesch | Kalenborn | Kliding | Klotten | Landkern | Laubach | Leienkaul | Lieg | Liesenich | Lütz | Lutzerath | Masburg | Mesenich | Mittelstrimmig | Möntenich | Moritzheim | Moselkern | Müden (Mosel) | Müllenbach | Neef | Nehren | Panzweiler&nbsp

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;| Peterswald-Löffelscheid | Pommern | Pünderich | Reidenhausen | Roes | Sankt Aldegund | Schauren | Schmitt | Senheim | Sosberg | Tellig | Treis-Karden | Ulmen | Urmersbach | Urschmitt | Valwig | Wagenhausen | Walhausen | Weiler | Wirfus | Wollmerath | Zell (Mosel) | Zettingen

Ulrich Zellweger

Johann Ulrich Zellweger (* 1. August 1804 in Trogen; † 19. Januar 1871 ebenda) war ein Schweizer Bankier, Publizist und Gründer der Basler Missions-Handlungs-Gesellschaft. Er war der Sohn von Landammann Jacob Zellweger, Erbauer des Rathauses auf dem Trogner Landsgemeindeplatz, und Anna Barbara Zellweger-Zuberbühler. In zweiter Ehe war er mit Cécile Ryhiner von Basel verheiratet. Das Paar hatte sieben Kinder.

Ulrich Zellweger wurde als neuntes Kind von Jacob und Anna-Barbara Zellweger-Zuberbühler geboren. Nebst dem regulären Schulbesuch kam er in die Gunst einer Ausbildung durch einen Hauslehrer. Die Textilhandelsfamilie Zellweger gehörte zum ländlichen Grossbürgertum, das zur Zeit der Protoindustrialisierung in Appenzell Ausserrhoden durch den Fernhandel mit Baumwolle zu Reichtum und Ansehen gekommen war.

Beim frühen Tod seiner Mutter im Jahre 1815 war Ulrich Zellweger elf Jahre alt. Der Schicksalsschlag veränderte die familiären und beruflichen Verhältnisse seines Vaters Jakob Zellweger. Der Lebensstil wurde eingeschränkt, da die Firma des Vaters nach dem Zusammenbruch der napoleonischen Herrschaft finanziell angeschlagen war. 1817 fallierte das Unternehmen «Zellweger & Comp.», die Familie musste unter anderem den Hauslehrer entlassen. Ulrich und seine Geschwister verliessen Trogen. Zusammen mit den Brüdern Eduard und Salomon Zellweger wurde Ulrich von seinem Vater nach Ludwigsburg gebracht.

Ulrich Zellweger besuchte von 1816 bis 1819 Schulen in Ludwigsburg und Stuttgart. Zum Ende des Jahres 1819 trat er eine kaufmännische Lehre in einem Handelshaus in Marseille an. Die Lehre dauerte vier Jahre. Nach Ablauf der vier Jahre begab er sich nach London. In der Zwischenzeit war sein Vater verstorben. Die Verantwortung für die Waisenkinder übernahm unter anderem der Onkel Johann Caspar Zellweger. Dieser blieb ein Leben lang eine wichtige Bezugsperson für Ulrich Zellweger.

In London gründete Zellweger zusammen mit einem Freund aus Zürich eine eigene Firma mit dem Namen «Orelli & Zellweger». Die beiden Unternehmer hatten wenig Erfolg mit ihrer Firma. Es fehlte ihnen an Kontakten zu englischen Häusern und die Investitionen in die Räumlichkeiten, Einrichtungen und Maschinen für die Herstellung von Hornkämmen waren höher als der Ertrag. Ulrich Zellweger und sein Partner kämpften mit den Schulden, des Öfteren liess sich Zellweger Geld von seinem Onkel Johann Caspar überweisen. Die Bemühungen der beiden jungen Unternehmer halfen nichts. Nach sieben Jahren wurde die Firma geschlossen und Zellweger versuchte sein Glück in Übersee. Er ging nach Kuba mcm taschen sale, dem damals wichtigsten Handelsplatz der karibischen Inseln. Er reiste dorthin mit der Aussicht auf eine Anstellung beim Schweizer Zuckerplantagenbesitzer H. Stouder. Als er in Kuba ankam, erhielt er die Nachricht, dass sein künftiger Arbeitgeber kurz vor seiner Ankunft gestorben war. Er liess sich zuerst in Matanzas nieder, zog dann aber nach Havanna. Die ersten fünf Jahre in Havanna waren schwer. Zellweger beschäftigte sich mit den unterschiedlichsten Tätigkeiten und lebte sehr sparsam, damit er seine Schulden begleichen konnte. Eines Tages stand er in Kontakt mit Charles Drake, einem führenden Exporteur im kubanischen Zuckerhandel. Nach einer sechsmonatigen Probezeit wurde Ulrich Zellweger 1835 als Teilhaber in die Firma «Charles Drake & Co.» aufgenommen. Die Arbeit in dieser Firma sicherte Ulrich ein reichliches Einkommen. In den Jahren 1836 und 1840 besuchte Zellweger Europa und das Appenzellerland. Das Unternehmen wurde im Jahre 1839 liquidiert. Dies war jedoch kein Misserfolg für Ulrich Zellweger. Er konnte die Nachfolgefirma mit dem Namen «Drake Brothers & Co.» zusammen mit Joseph M. Morales und Charles Respinger, einem Basler, übernehmen. Die Firma hatte intensiven Kontakt zur Schweiz, insbesondere mit der Firma «Burckhardt-Wildt & Sohn» in Basel. «Burckhardt-Wildt & Sohn» lieferte Seidenbänder nach Kuba und bezog dafür Zigarren und andere Kolonialwaren. Das Unternehmen entwickelte sich später zur Handelsbank «Forcart-Weis & Burckhardt-Wildt». Ulrich Zellwegers Handelsbeziehungen führten ihn von Havanna bis nach Nordamerika, wo er sich mit zahlreichen Persönlichkeiten aus führenden Kreisen der Wirtschaft traf. Im Austausch mit den erfolgreichen und vermögenden amerikanischen Kaufleuten, darunter etwa mit dem Bankier und Immobilienbesitzer John Jacob Astor (1822–1890) und den New Yorker Unternehmensbankiers Prime, Ward, King & Co., hatte er ein Erweckungserlebnis. Er wurde zum frommen Protestanten und war ab dato gleichzeitig Unternehmer und christlicher Missionar. Zentrales Element seines Credo war die Überzeugung, dass sein Handeln und Denken vorbestimmt waren. Im Jahre 1846 verliess Zellweger Amerika und begab sich wieder nach Trogen in seinen Heimatort. Dort lebte er sechs Jahre als Privatier. Da er sehr vermögend war und dies auch kundtat, pilgerten Notleidende und Arme zu seinem Haus. Zellweger gab jedem etwas und gab allen den Rat, auf die göttliche Unterstützung zu vertrauen. Er wollte die Menschen auf den «richtigen» Weg lenken und wusste, dass man ihnen hierfür eine Ausbildung und eine Erwerbstätigkeit geben musste. So widmete er sich vermehrt der Armenfürsorge. Das erste wohltätige Engagement galt der Rettungsanstalt für Knaben in Bächtelen bei Bern. Der Aufbau der Anstalt war unter anderem seinem Onkel Johann Caspar Zellweger zu verdanken. Dieser war von 1839 bis 1847 Präsident der Anstalt. Ulrich Zellweger wurde um finanzielle Unterstützung angefragt. Johann Caspar Zellweger gehörte der «engeren» Kommission der Bächtelen an, und der Neffe sass im «weiteren» Komitee. Er nahm an Sitzungen teil, inspizierte neue Schulzimmer und interessierte sich besonders für den Religionsunterricht. Als Ulrich Zellweger nach Paris ging, um sich seinen Bankgeschäften zu widmen, schied er als Mitglied des weiteren Komitees aus. Die erste Eisenbahn der Schweiz, die «Spanisch-Brötli-Bahn», wurde 1847 eingeweiht. Bereits zwei Jahre später engagierte sich Ulrich Zellweger für den Eisenbahnbau. Sein Plan war zunächst, Zürich, Basel, Aarau, Solothurn und Bern mit Eisenbahnlinien zu verbinden. Zellweger setzte sich für eine Realisierung ein. Doch erst mit dem Eisenbahngesetz 1852 wurde der Bau von Eisenbahnlinien geregelt, und ein Eisenbahnbauboom begann. Im Revolutionsjahr 1848 hatte Zellweger Angst sein Vermögen zu verlieren, das er grössten Teils in französischen Papieren angelegt hatte. Die politischen Unruhen in Frankreich gefährdeten deren Sicherheit, so dass Zellweger kurzerhand nach Paris umsiedelte und zusammen mit seinem Geschäftsfreund Charles Respinger das Bankhaus «Zellweger & Cie.» in Paris gründete. Die Bank verschaffte sich einen hervorragenden Ruf. Nach einigen Jahren nahm Zellweger seinen Neffen Otto Friedrich Krauss und James Zellweger als Partner des Bankhauses auf. Ulrich Zellweger setzte sich für randständige Kinder ein und sorgte dafür, dass sie eine gute Erziehung geniessen konnten. Er gründete 1849 ein Pflegelternhaus, das «Rebhaus» in Basel. Am Tag der Eröffnung zog das erste Hauselternpaar ein, und es traten viele junge Leute in das Institut ein, die für wenig Geld versorgt wurden. Zellweger unterstützte mehrere Zöglinge, indem er deren Kostgeld übernahm. Die jungen Menschen genossen eine vortreffliche Ausbildung und traten in angesehene Berufe wie Lehrer, Pfarrer oder Mediziner ein. Der religiös motivierte Philanthrop nahm sich auch den Kleinkindern an und gründete 1849 ein Kinderasyl und ein Waisenhaus. Die Zufluchtsstätte für die Kleinsten unter den Kleinen wurde 1852 noch mit einer Bildungsstätte für Kleinkindlehrerinnen verbunden. Auf Zellwegers Initiative geht auch die Gründung der Arbeitsschule Hüttschwendi in Trogen zurück. Durch die Mechanisierung des Webens geriet die Handweberei in eine Krise. Der Mangel an Bildung und Ausbildung der jungen Leute auf dem Land hatte unter anderem damit zu tun, dass die innovativen Kräfte fehlten. Zellweger gründete 1856 im Lindenbühl, in der ehemaligen Bierbrauerei seines Bruders Eduard, die er übernommen hatte, eine «Erziehungs- und Webeanstalt» mit einem landwirtschaftlichen Musterbetrieb. Die Anstalt diente dazu, Appenzellern aus ärmeren Verhältnissen eine gute Ausbildung als Weber zu garantieren. Zudem konnten sie die zur Anstalt gehörende Schule besuchen und Erfahrung in der Landwirtschaft sammeln. Zellweger war auch in anderen Bereichen der Selbsthilfe tätig. Er förderte beispielsweise die Bienenzucht und rationalisierte die Milch- und Forstwirtschaft. Ihm lag die Hebung des Forstwesens am Herzen. Mit einem geschulten Förster legte er Staatsschulen an. Auch die Qualität der Rinderzucht im Appenzellerland interessierte Ulrich Zellweger sehr. Er brachte kostbare Kühe und Rinder in den Kanton, die zur Verbesserung der Appenzeller Rasse beitragen sollten. Zudem führte er die Fabrikation von Emmentaler Käse ein, indem er eine eigene Sennerei mit Emmentaler Sennen finanzierte. Ferner unternahm er einen erneuten Versuch, die Seidenraupenzucht im Appenzellerland einzuführen, nachdem die Appenzellische Gemeinnützige Gesellschaft in den 1830er Jahren damit bereits Erfahrungen gesammelt hatte. Zur Erhaltung der Heimweberei unterstützte er die Einführung verbesserter Zettelei und Schlichterei für Handwebstühle. In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts wurde das Umlegen, eine Technik beim Weben, durch die Einführung von Zettelmaschinen mechanisiert. Beim Schlichten werden Bürsten in eine Leimbrühe getaucht und damit die Fäden befeuchtet. Ulrich Zellweger unterstützte die Ausbildung von Krankenpflegerinnen in Trogen. Seine Frau Cécile Ryhiner unterstützte nach seinem Tod den Bau des Bezirksspitals in der Nideren, des späteren Krankenheims (heute Palais Bleu). Auch für das katholische Appenzell Innerrhoden hatte der Wohltäter ein warmes Herz; er spendete in verdienstlosen Jahren grosse Summen. Nachdem Zellweger 1859 die Basler Missions-Handlungsgesellschaft gegründet hatte, hob er 1862 das «Appenzeller Sonntagsblatt» aus der Traufe. Es fand schnell eine weite Verbreitung. Das Wochenblatt wurde weit über den Tod von Zellweger hinaus bis 1972 weitergeführt. Sohn Otto Zellweger und dessen Frau Lily Zellweger-Steiger übernahmen die Redaktion und druckten das Blatt in der Folge in Basel. 1866 ging die Gründung der Privatbank «Bank für Appenzell A.Rh.» vonstatten. Zuerst sollte daraus eine Staatsbank werden, um den Abfluss von appenzellischem Geld aus der Textilproduktion auf ausserkantonale Banken zu stoppen. Doch der grosse Rat verweigerte dem erfahrenen Unternehmer und Bankier die Gründung einer Staatsbank. So entstand eine Privatbank für Appenzell Ausserrhoden. Ulrich Zellweger war Initiant und erster Präsident dieser Bank, die 1909 mit dem Schweizerischen Bankverein fusionierte. Die letzten Jahre seines Lebens machte sich Zellweger grosse Sorgen um seine Bank in Paris. Denn der Deutsch-Französische Krieg war 1870 ausgebrochen und Paris wurde belagert. Von seinem Krankenbett aus pflegte er einen regen Briefwechsel mit seiner Bank in Paris, um Verluste zu vermeiden. Die Vorgänge in Frankreich erschütterten Zellweger sehr, und es ging ihm sehr nahe. Der Ausgang des Krieges erlebte er jedoch nicht mehr.

Im Jahre 1858 wurde Ulrich Zellweger in die Basler Mission eingeladen. Die ehrenamtliche Tätigkeit war für den gläubigen Mann eine grosse Ehre. Er schätzte es, zum Komitee zu gehören, das Entwicklungshilfe für Bedürftige anbot sowie sich für die Überwindung der Sklaverei, für die Schaffung von Handelsstationen und Förderung der einheimischen Baumwollkultur in Afrika einsetzte. Den Basler Missionaren ging es nebst dem Verkünden des christlichen Glaubens auch um Entwicklungszusammenarbeit. Durch die Förderung der lokalen Industrie sollte die wirtschaftliche Position der Einheimischen gestärkt werden. Ein Vertrieb europäischer Waren und der Eintausch gegen Landesprodukte durch die Missionare war vorerst nicht vorgesehen. Es stellte sich jedoch heraus, dass viele Güter des täglichen Gebrauchs nur aus Europa beschafft werden konnten. Das heisst, es kamen Geld- und Postverkehr sowie Tätigkeiten im Zusammenhang mit dem Aufenthalt und der Rückreise der Missionare dazu. Ulrich Zellweger war Gründer der Missions-Handlungs-Gesellschaft, welche die praktischen Aufgaben übernahm. Die Missionare konnten sich somit voll und ganz dem Missionieren widmen und waren befreit von praktischen Aufgaben. Die Missionsstationen entwickelten sich zu kleinen Shops, in denen sich Einheimische wie Europäer eindeckten. Es wurde immer mehr gehandelt, woraus sich eine immer grössere Diskrepanz zwischen Mission und Handel ergab. Zellweger übernahm die Aufgabe, dieses Problem zu lösen. Er merkte schnell, dass der Handel im Rahmen der Basler Mission auch gute Chancen für Schweizer Unternehmen bot. Er wollte deshalb die kaufmännischen Tätigkeiten von der eigentlichen Missionsarbeit trennen, um eine langfristige Finanzierung der Basler Mission sicherzustellen. Als Präsident der Handlungs-Gesellschaft setzte er durch, dass sich nicht nur christlich Engagierte, sondern auch ökonomisch denkende Kaufleute beteiligen konnten. Über die Aktiengesellschaft der Missionshandlung wurde fortan gewinnorientiert gearbeitet. Den Gewinn sollten zur Hälfte die Aktionäre erhalten. Die andere Hälfte ging an die Basler Mission. Das Ziel Ulrich Zellwegers war, dass mit den Gewinnen des privaten Unternehmens «Missions-Handlungs-Gesellschaft» die Infrastrukturmassnahmen in den Missionsgebieten finanziert werden konnten. Nicht alle Personen im Komitee der Basler Mission waren von der Stossrichtung überzeugt, dass Entwicklungshilfe durch Marktwirtschaft zu leisten war. Als es im Jahre 1864 zu Spannungen kam, trat Zellweger als Präsident zurück und schied aus dem Komitee aus.

1837 heiratete Ulrich Zellweger Elisabetha Potts aus Norfolk (Virginia). Sie war Witwe und brachte fünf Kinder aus erster Ehe mit. Nach nur fünf Jahren trennte sich das Paar wieder: Elisabetha habe sich nur um die Kinder gekümmert und Ulrich sei nur seinen Geschäften nachgegangen. 1842 kam Zellweger nach Trogen zurück, und seine Ehe wurde 1848 durch das Urteil des appenzellischen Gerichts geschieden. 1850 lernte er die Baslerin Cécile Ryhiner kennen und lieben. Sie war die Tochter von Christoph Ryhiner, dem Inhaber der Floretspinnerei «Ryhiner & Söhne», in Basel. Am 18. April 1850 heirateten Ulrich und Cécile. Aus dieser Ehe gingen sieben Kinder hervor. Sieben Jahre verbrachte die Familie in Paris, bevor sie nach Basel zog. Zellweger tätigte von der Schweiz aus die wichtigsten Geschäfte seiner Bank «Zellweger & Cie.». Am Ende von Zellwegers Leben kämpften die Söhne Walter und Wilhelm mit Tuberkulose. Trotz Kuraufenthalten in Nizza und Cannes starben die beiden. Der Deutsch-Französische Krieg 1870 und die Belagerung von Paris bereiteten dem vorsehungsgläubigen Unternehmer grosse Sorgen. Er pflegte einen ausgedehnten Briefwechsel mit seiner Bank in Paris. Zur gleichen Zeit war er körperlich erkrankt und an sein Bett gefesselt. Sechzehn Wochen verbrachte er in seinem Krankenlager. Bis kurz vor seinem Tod am 1. Januar 1871 diktierte er Antworten auf die Briefe in Paris, um Verluste zu vermeiden. Er behielt die volle Kraft und Klarheit seines Geistes bis zu seinem Tod, der ein sanftes Einschlafen war. Doch das Ende des Krieges erlebte er nicht mehr. Für Ulrich Zellweger hatten seine guten Taten nur einen Zweck: Gott zu dienen. Zu seiner Beerdigung in der Kirche Trogen kamen sehr viele Menschen, und das Grabmal von Ulrich Zellweger steht neben dem seines Bruders Salomon Zellweger auf dem Friedhof in Trogen. Auch wenn Ulrich Zellweger nicht immer in Trogen weilte, so hatte er dennoch sein Sommerhaus in seiner Heimatgemeinde, mit dem er zeit seines Lebens verbunden war.