Bramantino

Bramantino (* 1455 in Mailand; † 1536; eigentlich Bartolommeo Suardi) war ein italienischer Architekt und Maler.

Bramantino war eine Zeit lang Gehilfe Donato Bramantes, woher er seinen Beinamen Bramantino (der kleine Bramante) erhielt. Er begleitete jenen auch nach Rom, wo er im Vatikan tätig war.

In Mailand werden ihm die Vorhalle der Kirche San Nazaro (1518) und verschiedene Gemälde in der Pinacoteca Ambrosiana und Pinacoteca di Brera (Anbetung Christi mcm taschen sale, ein dreiteiliger Madonnenaltar, das Fresko einer Madonna mit zwei Engeln) zugeschrieben. Er soll die malerischen Entwürfe Bramantes ausgeführt haben.

Im Jahr 1523 war er als Ingenieur bei der Belagerung Mailands durch die Franzosen im Dienste des Herzogs Francesco Maria II

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. tätig. Als Maler stand er anfangs unter dem Einfluss des Vincenzo Foppa, dann des Leonardo da Vinci. Er starb um 1535.

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Chambon (Gard)

Chambon ist eine französische Gemeinde mit 298 Einwohnern (Stand 1. Januar 2013) im Département Gard in der Region Languedoc-Roussillon.

Das Dorf Chambon liegt im Tal des Luech.

Aigremont | Alès | Allègre-les-Fumades | Anduze | Aujac | Bagard | Barjac | Bessèges | Boisset-et-Gaujac | Bonnevaux | Bordezac | Boucoiran-et-Nozières&nbsp

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;| Bouquet | Branoux-les-Taillades | Brignon | Brouzet-lès-Alès | Cardet | Cassagnoles | Castelnau-Valence | Cendras | Chambon | Chamborigaud | Concoules | Corbès | Courry | Cruviers-Lascours | Deaux | Domessargues | Euzet | Gagnières | Générargues | Génolhac | La Grand-Combe | La Vernarède | Lamelouze | Laval-Pradel | Le Martinet | Lédignan | Les Mages | Les Plans | Les Salles-du-Gardon | Lézan | Malons-et-Elze | Martignargues | Maruéjols-lès-Gardon | Massanes | Massillargues-Attuech | Mauressargues | Méjannes-le-Clap | Méjannes-lès-Alès | Meyrannes | Mialet | Molières-sur-Cèze | Mons | Monteils | Navacelles | Ners | Peyremale | Ponteils-et-Brésis | Portes | Potelières | Ribaute-les-Tavernes | Rivières | Robiac-Rochessadoule | Rochegude | Rousson | Saint-Ambroix | Saint-Bénézet | Saint-Brès | Saint-Césaire-de-Gauzignan | Saint-Christol-lès-Alès | Saint-Denis | Sainte-Cécile-d’Andorge | Saint-Étienne-de-l’Olm | Saint-Florent-sur-Auzonnet | Saint-Hilaire-de-Brethmas | Saint-Hippolyte-de-Caton | Saint-Jean-de-Ceyrargues | Saint-Jean-de-Maruéjols-et-Avéjan | Saint-Jean-de-Serres | Saint-Jean-de-Valériscle | Saint-Jean-du-Gard | Saint-Jean-du-Pin | Saint-Julien-de-Cassagnas | Saint-Julien-les-Rosiers | Saint-Just-et-Vacquières | Saint-Martin-de-Valgalgues | Saint-Maurice-de-Cazevieille | Saint-Paul-la-Coste | Saint-Privat-de-Champclos | Saint-Privat-des-Vieux | Saint-Sébastien-d’Aigrefeuille | Saint-Victor-de-Malcap | Salindres | Sénéchas | Servas | Seynes | Soustelle | Tharaux | Tornac | Vézénobres

Welsau

Koordinaten:

Welsau ist ein Ortsteil der Stadt Torgau im Landkreis Nordsachsen in Sachsen.

Welsau liegt nordwestlich der Stadtgrenze der Stadt Torgau im Übergangsgebiet der Elbniederung zur hügeligen Dübener Heide. Durch den Ortsteil führt die Bundesstraße 182 und die hier stillgelegte Bahnstrecke Pratau–Torgau mit einem Haltepunkt.

Welsau ist slawischen Ursprungs. Welsau und Zinna wurden 1251 erstmals urkundlich erwähnt. Der Ortsname entwickelte sich für das Straßendorf mit 691 Hektar in einer Gewannflur über Welsowe. Die übergeordnete Behörde hatte ihren Sitz ab 1510 immer in Torgau. Die Bevölkerung entwickelte sich von 237 Personen im Jahr 1818 auf 126 Einwohner 1910 und 532 im Jahr 1946. Am 25. April 1813 kapitulierte die französische Besatzung der Festung Torgau in Welsau.

Im Jahr 1950 wurde die Landgemeinde Welsau im Nachbardorf Zinna eingemeindet

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. Die Bauern gingen nach 1945 den Weg der ostdeutschen Landwirtschaft. Beide Orte wurden am 1. Januar 2013 als ländlich geprägte Ortsteile in die Stadt Torgau eingegliedert.

Die Kirche in Welsau wurde im 13

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. Jahrhundert erbaut.

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;| Werdau | Weßnig | Zinna

Robert Rauschenberg

Robert Milton Ernest Rauschenberg (* 22. Oktober 1925 in Port Arthur, Texas; † 12. Mai 2008 auf Captiva Island, Florida) war ein US-amerikanischer Maler, Grafiker, Fotograf und Objektkünstler und ein Wegbereiter der Pop Art im 20. Jahrhundert, obgleich sein vielschichtiges Werk sich nicht für diese Stilrichtung vereinnahmen lässt.

Rauschenberg glaubte, dass die von ihm angestrebte Wiedervereinigung der künstlerischen Bildwirklichkeit mit der Lebenswirklichkeit am besten dadurch erreicht werden könne, indem man Teile der realen Welt unverändert in die Kunst hereinholt.

So kombinierte er in seinen Werken etwa Tennisbälle, Autoreifen, Fahrräder und ausgestopfte Ziegen auf hintersinnige Weise. Anders als andere Materialkünstler veränderte er diese materiellen Reste der „realen Welt“ jedoch nicht, sondern beließ sie so, wie sie sind.

Künstlerische Vorbilder und Wesensverwandte waren für Rauschenberg vor allem deutsche Künstler wie der Dadaist Kurt Schwitters, der Maler und Kunsttheoretiker Josef Albers, aber auch der Fluxus-Künstler Joseph Beuys. Einen nicht zu unterschätzenden Bezugspunkt in der künstlerischen Entwicklung Rauschenbergs stellte aber auch Willem de Kooning dar. Als Hauptvertreter des abstrakten Expressionismus, der in der amerikanischen Nachkriegszeit führenden gegenstandslosen Malereiauffassung, wurde er mit Albers für Rauschenberg zum Anstoß einer persönlichen Rebellion.

Nach dem Studium am Kansas City Art Institute und der Académie Julian in Paris war die Farbfeldmalerei seines Lehrers Josef Albers‘ am Black Mountain College North Carolina, das er seit 1948 besuchte, und die abstrakten Arbeiten de Koonings – vereinfacht ausgedrückt – für sein Verständnis zu wenig Teil der realen und formbaren Lebenswelt, die er verstärkt in seine Kunst-Leben-Gleichung zu integrieren suchte. Die von Albers geforderte Disziplin und der verlangte methodisch-theoretische Ansatz zur Schaffung von Kunst verführte Rauschenberg – wie er selbst sagte – dazu, immer „exakt das Gegenteil“ von dem, was Albers lehrte, zu tun. Anstatt die Farbtheorie Albers auf Leinwand umzusetzen, schnitt der junge Rauschenberg schwarze Quadrate aus Holz und malte aus Protest monochrome schwarze und weiße Bilder. Der Durchbruch folgte 15 Jahre später auf der Biennale in Venedig, wo er 1964 den internationalen Preis für Malerei erhielt.

Die von Rauschenberg mit de Koonings Einverständnis ausradierte Grafitzeichnung, ist die Ikone dieses Paradigmenwechsels in der Kunst der 1950er Jahre hin zur Pop-Art.

Den Schritt in die künstlerische Eigenständigkeit vollzog Rauschenberg 1951 mit den weißen Bildern, den sieben monochrom-weißen Tafeln seines White Painting, die er in seiner ersten Einzelausstellung in der Betty Parsons Gallery, New York, ausstellte, und die den Zweck hatten, „die Malerei auszulöschen“. Das Thema „Stille“ wurde thematisiert, außerdem sollte der Betrachter des Bildes und dessen Umgebung wie zum Beispiel die Uhrzeit oder der Schatten des Betrachters, der sich im Bild spiegelt, Teil der Arbeit werden. Er erschuf sie aus Wandmalfarbe, die er auf die Leinwand rollte. 1951 radierte er eine Zeichnung seines New Yorker Kollegen Willem de Kooning aus, eine nicht minder radikale Geste, mit der Übermacht des amerikanischen Abstrakten Expressionismus abzurechnen.

Die schwarzen Bilder entstanden ebenfalls um 1951. Hier ging Rauschenberg folgendermaßen vor: er bemalte die Leinwände mit glänzender schwarzer Farbe und übermalte diese anschließend mit matter schwarzer Farbe. Robert Rauschenberg benutzte die Farbe Schwarz

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, um darunter die Spuren der Tradition und der eigenen Konditionierung verschwinden zu lassen und darauf ihr Grundvokabular neu zu erfinden. Schwarz stand bei Rauschenberg für die Selbstbeschränkung auf das Quasi-Nichts, das ihm bei der Suche nach sich selbst als Ausgangspunkt diente. Für Rauschenberg bedeutete Schwarz auch das Nicht-Wissen, wie es für ihn künstlerisch weitergehen würde. Die Farbe Schwarz scheint mit einem Prozess der Transformation verbunden. Sie lässt sich als Mittel zur Grenzüberschreitung deuten – als Grenzüberschreitung vom Sichtbaren zum Unsichtbaren, vom Materiellen zum Spirituellen, vom Bewussten zum Unbewussten. Dass ausgerechnet schwarze Bilder Ausdruck eines Wandels sind, könnte mit ihren nächtlichen Eigenschaften erklärt werden. Die Nacht steht in der Mystik, Mythologie, der Kunst und Literatur für den Wandel. Das Sehen in der Dunkelheit verändert die Wahrnehmung. Je länger man sich in der Dunkelheit aufhält, je mehr man sich auf sie einlässt, desto klarer konturiert sich die Umwelt. Der Prozess des Sehens rückt in den Mittelpunkt – ein bewusstes, vielleicht präziseres Sehen. Man mag sogar auch den Wunsch hinter sich lassen, die Umwelt erkennen zu wollen. Dann nämlich ermöglicht die Nacht die besondere Qualität des Nicht(s)-Sehens, das die Entsprechung zum Nicht-Wissen ist. Dieses Nicht-Wissen als eine Form von Reinigung wiederum ist Voraussetzung für einen Wandel.

Im Licht der Entwicklungsgeschichte des Abstrakten Expressionismus entsteht der Eindruck, dass die amerikanischen Künstler gerade in den Jahren zwischen 1950 und 1965 auch von der Idee getragen wurden, sich von dem prägenden Einfluss der europäischen Tradition loszusagen und mit New York – neben Paris – ein neues Zentrum der Avantgarde zu begründen. Vor diesem Hintergrund wirken die Black Paintings gleichsam wie der Ausdruck eines kollektiven Strebens nach künstlerischer Selbstbehauptung. Mit offenen Augen auf ein schwarzes Bild zu blicken, ist mit dem Sehen in der Nacht vergleichbar. Der Künstler, der sich für Schwarz entscheidet, verlangt dem Auge ein Sehen ab, das sich an Dunkelheit gewöhnt: Der Blick trifft auf Schwarz; das vermeintliche Nicht(s)-Sehen-Können bewirkt ein Anders-Sehen-Können, ein differenzierteres Sehen: etwa das Erkennen von Nuancen in Struktur und Farbe. Die erschwerte Sicht erhöht die Konzentration auf das Sichtbare und Unsichtbare, vielleicht sogar auf das Wesen der Dinge und das eigene Selbst. Dies gilt zunächst für den Betrachter des Bildes, doch kann es auf einer existenziellen Ebene auch für den Künstler gelten. (vgl. Black Paintings)

Die roten Bilder entstanden aus Rauschenbergs Reaktion auf das Unverständnis den vorherigen weißen – und schwarzen Bildern gegenüber. Sein Lehrer Albers hatte ihm Demut der Farbe gegenüber gelehrt und so versuchte er sich an die Farbe zu wagen, die in seinen Augen die schwierigste darstellte: rot.

Bis heute gilt diese Bilderserie der Weißen, Schwarzen und Roten als die Radikalste von Rauschenberg.

Mit der Betonung des Spannungsverhältnisses von Kunstwerk zu Lebenswelt knüpfte Rauschenberg direkt an die Arbeit seines Freundes John Cage an, der, um neue Klangbereiche zu erschließen, Alltagsgeräusche in seine Kompositionen mit aufnahm. Mit Cage und dem Tänzer Merce Cunningham war Rauschenberg immer wieder Initiator von Happenings und Theateraufführungen. Dabei trug er zumeist die Verantwortung für Bühnenbild, Kostüme und Requisite, aber auch für die Erarbeitung der Choreografie und trat selbst als Mitglied des aufführenden Ensembles auf. Zwischen 1964 und 1968 hatte er 11 Choreografien inszeniert.

Seine diesen Stil repräsentierenden Arbeiten entstanden zumeist in dem Zeitraum von 1953 bis Anfang der 1960er Jahre. Es handelt sich um neodadaistische Collagen, bestehend aus einer Kombination von Abstraktem Expressionismus und Pop Art, ausgedrückt durch Malereien in Verbindung mit darauf befestigten Gegenständen des täglichen Lebens (zum Beispiel Glühbirnen, Küchengeräten, Postkarten, Comics, Druckgrafikblättern, Tapetenresten, ausgestopften Tieren, Radios etc.), die zum Teil übermalt wurden. Malerei wird mit Objekten „kombiniert“ und erweitert so hin zum dreidimensionalen Raum. Deshalb wird die traditionelle Grenze zwischen Malerei und Skulptur aufgehoben.

Rauschenberg meinte zu seinen Arbeiten, dass sie sich durch Wirklichkeit auszeichnen. Seiner Ansicht nach befand sich die Malerei am Scheideweg zwischen Kunst und Leben, und er versuche, die Lücke zu schließen, die sie trenne.

Die Beschäftigung mit Fundstücken, Material des Alltäglichen, hatte ihn in einer Werkphase beeinflusst, in der er sein Atelier mitten in New York aufgeschlagen hatte. Es entstanden die so genannten „Elemental Sculptures“, experimentelle Arbeiten aus Pflastersteinen und anderen Fundmaterialien, die er in der unmittelbaren Umgebung seines Ateliers vorfand. Die Skulpturen stehen zwischen „ready mades“ und dadaistischen Assemblagen, wobei Rauschenberg die Eigenheit dieser Fundstücke betonte und sie nicht in eine Kontextverschiebung umwerten wollte. In diesen Werken ist einerseits maßgeblich die Entwicklung der Pop Art begründet, andererseits ist hier der Ausgangspunkt für Rauschenbergs weitere Werkentwicklung gelegt, insofern Bild und Skulptur als eigenständige Bereiche weiterverfolgt werden. Bei den „Combines“ unterschied Rauschenberg die „combine paintings“ und die freistehenden „Combines“ wie zum Beispiel „Odalisque“ aus dem Jahre 1955/58. „Monogram“ (1959) ist das berühmteste seiner „Combine Paintings“.

Die Combines lassen oft eine satirische Absicht erkennen und sind ironische Paraphrasen von Träumen der Konsumgesellschaft und von typischen Figuren unserer Zeit.

1962 entdeckte Rauschenberg für sich das Siebdruckverfahren zeitgleich mit den ersten fotomechanisch vervielfältigten Siebdrucken von Andy Warhol. Aber anders als Warhol vermied er die stereotype Wiederholung und die Isolierung des Motivs zugunsten einer komplexen inhaltlichen Aussage, die das politisch-soziale Bewusstsein des Betrachters direkt anspricht: „Ich möchte die Leute wachrütteln“, so Rauschenberg, „ich möchte, dass die Leute das Material betrachten und darauf reagieren. Ihre individuelle Verantwortung möchte ich ihnen bewusst machen, sowohl für sich selbst wie für die übrige Menschheit. Wie einfach ist es, der Welt gegenüber selbstgefällig zu sein. Die Tatsache, dass du ein paar Groschen für eine Zeitung ausgibst, beruhigt fast schon dein Gewissen. Mit der Lektüre glaubst du bereits deinen Teil getan zu haben. Und du wickelst dein Gewissen in die Zeitung, so wie du deinen Abfall darin einwickelst.“

Im Herbst begann er die Siebdrucktechnik auf seine Leinwände anzuwenden. Er entwickelte ein Transferverfahren von bedruckten Materialien (Bilder und Texte) mittels Lösungsmittel. Die Übertragung von dreidimensionalen Objekten, Textilien und von Stoffen auf die Fläche erzielte Rauschenberg durch lichtempfindlich gemachte Lithografiesteine. Dies erlaubte ihm die Kombination von frei ausgeführten Partien mit Lichtbildern und Objekten und somit von allen zur Verfügung stehenden Vorlagen. Weitere Vorteile des fotomechanischen Offsetverfahrens lagen in deren Vergrößerung sowie in der Farbintensität.

Ebenfalls 1962 begann Rauschenberg mit ersten Lithografien. Aus der Zusammenarbeit mit verschiedenen Drucken übertrug er viele Kenntnisse auch zurück auf das Medium Zeichnung.

In kombinierten Techniken von Siebdruck und Lithografie entstanden grandiose Arbeiten mit dem oftmaligen Thema der Wechselwirkung von Mensch und Technik wie zum Beispiel Booster (1967). Sie gehören zu den größten Drucken, die Rauschenberg hergestellt hat.

Ende der 1960er bis Anfang der 1970er begann Rauschenberg, mit Elektronik zu experimentieren und gründete gemeinsam mit Billy Klüver das Projekt „Experiments in Art and Technology“ (E.A.T.). Es entstanden Bildobjekte und Skulpturen, die Klänge und Musik integrierten oder auf Geräusche reagierten. Das Ziel war die Gründung einer non-kommerziellen Gesellschaft, die die Zusammenarbeit zwischen Künstlern und Ingenieuren fördern sollte und die Hoffnung auf eine glückliche Zukunft der Weltgesellschaft. So entstanden vier komplizierte, multimediale und auf Interaktion ausgelegte Arbeiten wie Oracle (1965), Soundings (1968), Solstice (1968) und Mud-Muse (1971).

In den 1970ern versuchte sich Rauschenberg in unterschiedlichen Materialien wie Pappe (Cardboars und Cardbirs) und transparenten Geweben (Hoarfrosts) und er bemühte sich durch symmetrische Anordnung strukturell sehr ähnlicher Elemente die Wirkung zu steigern (Bifocals). Seine Arbeiten besitzen Leichtigkeit, sie sind im Raum platziert und gelegentlich sind Boden und Decke miteinander verknüpft sowie mit halbtransparentem Gewebe bespannt. 1973/74 entstand zum Beispiel Sant’Agnese, Untitled (Venetian).

Es zeigte sich eine zögerliche Öffnung der Farbe gegenüber. Hier erkennt man den Einfluss Josef Albers – Rauschenbergs Lehrer am Black Mountain College. Dieser legte ihm einen bedächtigen Umgang mit Farbe auf.

Ende der 70er begann Rauschenberg mit The ¼ Mile or 2 Furlong Piece: Die Arbeit sollte eine Antwort auf die Verwirrungen der damaligen Zeit wie Verzweiflung über Kambodscha oder Vietnam werden. Das Werk ist über 400 Meter lang und besteht aus Collagen, Gemälden und Objekten. Es ist ein unmittelbarer Reflex des Künstlers auf seine Zeit – eine Chronik seiner Imaginationen, Erlebnissen, Ängsten und Obsessionen.

1983 besann sich Rauschenberg auf Techniken, die er 20 Jahre früher angewendet hatte. Hierbei ging es ihm um das Festhalten, Bergen und Konservieren von Bildern die ursprünglich in einem anderen Zusammenhang vorgesehen waren. Rauschenberg griff die Siebdrucktechnik wieder in breiterem Umfang für großformatige Leinwände auf. Nun entnahm er seine Motive nicht mehr den Massenmedien, sondern legte eigene Fotos zugrunde.

Die 70er und 1980er Jahre waren für Rauschenberg allgemein eine Zeit der großen Projekte, Reisen und Kooperationen. 1971 verlegte er seinen Wohnsitz von New York nach Captiva Island, Florida, und gründete einen eigenen Verlag und ein Studio, außerdem Change Inc., eine gemeinnützige Organisation, die Mittel für in Not geratene Künstler bereitstellt.

1984 begann das weltumspannende Projekt Rauschenberg Overseas Culture Interchange (ROCI), eine Wanderausstellung mit einem wechselnden Bestand an rund 200 Kunstwerken, die in Zusammenarbeit mit Künstlern und Handwerkern in den jeweiligen Ländern entstanden sind. Der Künstler bereiste von 1984 bis 1991 zehn Länder, um das jeweils Kulturspezifische bildnerisch zu verarbeiten – in Zusammenarbeit mit den Künstlern vor Ort. Die Stationen waren Kuba und Chile, Venezuela, Tibet und Russland, Venezuela, Mexiko, Malaysia, Japan und Berlin – 1990 noch als Hauptstadt der DDR. „ROCI begann mit meinem Entschluss, etwas gegen die Weltkrise zu tun“, sagte er. „Statt Midlife Crisis ging ich eben auf Weltreise.“

Das New Yorker Guggenheim Museum eröffnete 1998 Rauschenbergs Welttournee mit 400 – auch neueren – Werken. Die zweite Station war Houston im Bau des Museums of Fine Arts. Man sprach von einer Rauschenberg-Renaissance. Der 72-jährige Künstler war mit seiner 94-jährigen Mutter anwesend, tanzte nach der Vernissage im Bayou Club zu Waschbrettklängen einer Tejano-Band. Das erinnerte an die musikalische Ader des Allroundtalents und Grammypreisträgers, das 1951 bis 1965 in der Dance Company von Merce Cunningham mitwirkte, Bühnendekorationen schuf

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, choreographierte und komponierte. Die Werkshow, jedenfalls, ging anschließend mit 300 Werken in das Museum Ludwig nach Köln. Mit 80 Rauschenberg-Werken ist es die wichtigste und größten Sammlung in Europa. Dank des Sammlers Peter Ludwig, dem Entdecker und Förderer Rauschenbergs, läßt sich hier noch heute dessen Karriere bis zu den Anfängen verfolgen.

Die 1990 gegründete Robert Rauschenberg Foundation widmet sich als gemeinnützige Einrichtung wissenschaftlichen Forschungsprojekten und politisch-gesellschaftlicher Aufklärungsarbeit.

Der Künstler Rauschenberg ist neben diesen Aktivitäten immer präsent geblieben – die Bilder und Skulpturen der 1990er Jahre zeigen ihn als erfindungsreichen Fortführer des in den 1950er Jahren entwickelten Konzepts der „Combines“, das heißt seines Anspruchs einer möglichst verlustlosen Umsetzung von Realität in Kunst.

Rauschenbergs erste große Anerkennung war die Goldmedaille der Biennale in Venedig 1964. Für sein Cover zum Talking Heads Album Speaking in Tongues gewann er einen Grammy Award. 1998 wurde ihm der Praemium Imperiale verliehen, eine Art „Nobelpreis für Kunst“ des japanischen Kaiserhauses. Robert Rauschenberg war Teilnehmer der documenta II (1959), der documenta III (1964), der 4. documenta (1968) und auch der documenta 6 im Jahr 1977 in Kassel. 1978 wurde er in die American Academy of Arts and Sciences aufgenommen.

Kunsthistorisch gilt Rauschenberg als Vorbereiter der amerikanischen Pop Art, obwohl sein vielschichtiges Werk mehr als einer Stilrichtung zuzuordnen ist. „K(k)aum ein anderer Künstler des 20. Jahrhunderts hat so viele Gattungs- und Stilgrenzen übersprungen wie Robert Rauschenberg.“

Seine Verwendung von Alltagsgegenständen in den Combine paintings war wichtiges Beispiel der Methode der Assemblage, des Objet trouvé und der Arte Povera. Rauschenberg ist ein Künstler der Postmoderne. Rauschenberg stellte ständig in seinen Arbeiten die Fragen: Wie wird etwas von wem wahrgenommen? Was ist Erinnerung und was Zeit, was ist ein Bild und was ein Objekt? Wie verhalten sich Produktion und Rezeption? Rauschenbergs Hauptthema war die Kommunikation und die Wahrnehmung. Auch interessierte ihn das erkenntnistheoretische Problem – die Frage, wie sich Kontinuität und Wandel zueinander verhalten.

Rauschenbergs bildnerisches Vorgehen basierte auf zwei Grundprinzipien der Moderne: Collage und Readymade und er war in erster Linie Grafiker und Maler. Er dachte in Flächen und verstand den Raum als Bewegungsraum – dies bestätigt sein tänzerisches Engagement. Ihn interessierten Materie, Gestalt, Funktion und Motorik; Gegenständliches mehr als Räumliches und Zeichen mehr als plastisches Volumen.

Für Rauschenberg konnte alles Kunst sein – es gibt eine Gleichberechtigung unter den Dingen. Alles kann der Kunst dienen, alles hat seine Schönheit und Berechtigung. Dies zeigte sich in seinen Werken formal: in seinen komplexen Arbeiten stößt man kaum auf eine hervorgehobene Mitte. Hierarchische Strukturen lehnte er ab und zieht eine demokratische Motivverteilung vor – ein gleichberechtigtes Nebeneinander der Motive.

Seine Kunst sucht direkten Kontakt zum Betrachter. Er schloss keine formalen Lösungen von vornherein aus und setzte sich über kulturelle, geografische und finanzielle Grenzen hinweg.

Unter den bildenden Künstlern war Rauschenberg der wichtigste und aktivste Protagonist einer Synthese von Kunst und Technik und seine Darstellungen sind in hohem Grad Ausdruck der kulturellen und sozialpolitischen Gegebenheiten der Phase, in der sie konzipiert und geschaffen wurden.

Der Maler, der sich selber augenzwinkernd als „Straßenkötermischung“ bezeichnete, hatte deutsche und indianische Wurzeln: Sein aus Berlin stammender Großvater hatte eine Cherokee geheiratet. Rauschenberg lebte und arbeitete auf Captiva Island. Seit 1998 hatte er ein Hüftleiden; seit 2002 saß er im Rollstuhl nach einem Schlaganfall mit Lähmungserscheinungen. Die von ihm konzipierten Arbeiten wurden mit Hilfe von Assistenten umgesetzt. Robert Rauschenberg war Legastheniker.

2008 verstarb er im Alter von 82 Jahren auf Captiva Island, Florida.

Praz-sur-Arly

Praz-sur-Arly ist eine französische Gemeinde im Département Haute-Savoie in der Region Auvergne-Rhône-Alpes.

Praz-sur-Arly liegt auf 1036 m, südwestlich von Megève, etwa 52 km südöstlich der Stadt Genf (Luftlinie). Das Dorf erstreckt sich am oberen Arly in einer breiten Talsenke in den Savoyer Alpen zwischen der Chaîne des Aravis im Nordwesten und der Kette des Mont Joly im Südosten.

Die Fläche des 22,64 km² großen Gemeindegebiets umfasst einen Abschnitt der Savoyer Alpen. Das Hauptsiedlungsgebiet liegt in der offenen Talsenke von Megève, die von Südwesten nach Nordosten ausgerichtet ist und durch den Arly zur Isère entwässert wird. Der Talboden ist bei Praz-sur-Arly rund 1 km breit. Auf beiden Seiten der Talsenke werden die Hänge durch kurze Erosionstäler untergliedert. Nach Norden reicht das Gemeindeareal über bewaldete Hänge bis auf die Alpweiden von Tête du Torraz (1931 m) und Christomet (1853 m) mcm taschen sale. Im Süden erstreckt sich das Gebiet entlang dem Ruisseau des Varins und dem Ruisseau de Cassio auf den Mont de Vorès (2067 m) und erreicht auf dem Westgrat der Aiguille Croche mit 2282 m die höchste Erhebung von Praz-sur-Arly.

Zu Praz-sur-Arly gehören der Weiler La Tonnaz (1160 m) am nördlichen Talhang des Arly sowie verschiedene Feriensiedlungen und Gehöfte. Nachbargemeinden von Praz-sur-Arly sind La Giettaz im Norden, Megève im Osten, Hauteluce im Süden sowie Notre-Dame-de-Bellecombe und Flumet im Westen.

Der älteste Ort auf dem Gebiet von Praz-sur-Arly ist La Tonnaz, das bereits 1375 unter dem Namen Thona erwähnt wurde. Erst später entwickelte sich am Verkehrsweg über die Passhöhe von Megève die Ortschaft Praz, früher Pratz geschrieben. Bis 1869 gehörte Praz politisch zur Gemeinde Megève, erst danach wurde es zur selbständigen Gemeinde erhoben, die zunächst den Namen Praz-de-Megève trug. Per Dekret wurde die Gemeinde im Jahre 1907 in Praz-sur-Arly umbenannt, um damit auch die Eigenständigkeit gegenüber Megève besser hervorzuheben.

Die Dorfkirche von Praz-sur-Arly wurde 1881 im Stil der Neugotik errichtet und von 1950 bis 1955 umfassend restauriert. Der Weiler La Tonnaz zeichnet sich durch eine Gruppe traditioneller Bauernhäuser und ein Ofenhaus aus dem 17. Jahrhundert aus.

Mit 1291 Einwohnern (Stand 1. Januar 2013) gehört Praz-sur-Arly zu den kleineren Gemeinden des Département Haute-Savoie. Seit Beginn der 1960er Jahre wurde dank der attraktiven Wohnlage eine deutliche Bevölkerungszunahme verzeichnet. In der Nähe der Hauptstraße und an den Hängen wurden verschiedene Einfamilienhaussiedlungen gebaut.

Praz-sur-Arly war bis weit ins 20. Jahrhundert hinein ein vorwiegend durch die Landwirtschaft geprägtes Dorf. Heute gibt es verschiedene Betriebe des Kleingewerbes. Viele Erwerbstätige sind Wegpendler, die in den größeren Ortschaften der Umgebung ihrer Arbeit nachgehen. In den letzten Jahrzehnten hat sich Praz-sur-Arly dank seiner Nähe zu Megève zu einem wichtigen Ferienort entwickelt. Die Gemeinde ist sowohl auf den Sommertourismus als auch auf den Wintertourismus (verschiedene Bergbahnen und Skilifte) spezialisiert.

Die Ortschaft ist verkehrsmäßig gut erschlossen. Sie liegt an der Hauptstraße N212, die von Sallanches via Megève nach Albertville führt. Der nächste Anschluss an die Autobahn A40 befindet sich in einer Entfernung von rund 20 km.

Amancy | Arâches-la-Frasse | Arenthon | Ayse | Bonneville | Brizon | Chamonix-Mont-Blanc | Châtillon-sur-Cluses | Cluses | Combloux | Contamine-sur-Arve | Cordon | Cornier | Demi-Quartier | Domancy | Entremont | Etaux | Faucigny | La Chapelle-Rambaud | La Côte-d’Arbroz | La Rivière-Enverse | La Roche-sur-Foron | La Tour | Le Petit-Bornand-les-Glières | Le Reposoir | Les Contamines-Montjoie | Les Gets | Les Houches | Magland | Marcellaz | Marignier | Marnaz | Megève | Mégevette | Mieussy | Mont-Saxonnex | Morillon&nbsp

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;| Nancy-sur-Cluses | Onnion | Passy | Peillonnex | Praz-sur-Arly | Saint-Gervais-les-Bains | Saint-Jean-de-Tholome | Saint-Jeoire | Saint-Laurent | Saint-Pierre-en-Faucigny | Saint-Sigismond | Saint-Sixt | Sallanches | Samoëns | Scionzier | Servoz | Sixt-Fer-à-Cheval | Taninges | Thyez | Vallorcine | Verchaix | Ville-en-Sallaz | Viuz-en-Sallaz | Vougy

Mittsommerkrise

Die Mittsommerkrise (schwedisch Midsommarkrisen) war eine politische Krise in Schweden während des Zweiten Weltkrieges

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. Zu Beginn des Unternehmens Barbarossa, am 22. Juni 1941, wurde von deutscher und finnischer Seite die Verlegung der 163. Infanterie-Division von Norwegen über das Staatsgebiet des neutralen Schweden in das damals noch neutrale Finnland verlangt.

Die schwedische Regierung und der Reichstag waren bei dieser Frage gespalten. Ein bedeutender Teil der Sozialdemokraten und einige Liberale wollten das Ansinnen ablehnen. Der sozialdemokratische Ministerpräsident Per Albin Hansson erreichte, dass seine Partei einem Kompromiss zustimmte, indem er den Reichstagsmitgliedern den Eindruck vermittelte, dass König Gustav V. abdanken wolle, sollte der Transit verweigert werden. Auf diese Weise vermied Hansson den Rücktritt der damaligen Allparteienregierung und eine schwere parlamentarische Krise.

Die Division wurde vom 25. Juni bis 12. Juli mit Zügen der schwedische Eisenbahn befördert. Deutschland begann am 22. Juni mit dem Angriff auf die Sowjetunion. Diese reagierte auf die deutsche Präsenz in Finnland am 25. Juni mit präventiven Luftangriffen auf finnische Städte

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, woraufhin auch Finnland aktiv in die Kampfhandlungen eingriff. Damit begann der sogenannte Fortsetzungskrieg.

Die Mittsommerkrise wurde am Ende Jahres 1946 der Öffentlichkeit bekannt. Dabei wurde König Gustav V. eine persönliche Verantwortung für die „deutschfreundliche“ Politik der Kriegsjahre zugeschrieben. Der König dementierte dies im Januar 1947 gegenüber Hanssons Nachfolger Tage Erlander. Er habe weder den Rücktritt der Regierung angestrebt noch mit seiner Abdankung gedroht.

Schloss Loham

Das Schloss Loham liegt im gleichnamigen Ortsteil der niederbayerischen Gemeinde Mariaposching im Landkreis Straubing-Bogen (Schloßstraße 2).

Urkundlich erstmals werden 1252 ein Perchtold und ein Eberhard von Loham (de Lahaim) als Zeugen für den Abt Hermann von Kloster Niederaltaich erwähnt. 1452 war das Schloss in Loham im Besitz des Hans Hell und 1465 im Besitz der Familie von Heraus und nachfolgend der Familie Keckh.

Loham bildete eine Hofmark im Landgericht Mitterfels, zu der auch Güter in Hundldorf, Aicha, Moos, Waltendorf und Mariaposching gehörten. 1698 gingen die Güter von David Freiherr von Wagner zu Sarntheim auf den Grafen Anton von Montfort über. 1719 findet sich dann Ignaz Freiherr von Schrenk von Notzing als Besitzer von Loham. An die Familie Schrenk von Notzing erinnert noch deren Wappen (ein schwarzer Pfeil auf silbernem Schrägbalken) im Wappen von Mariaposching.

Der Besitz gelangte über die Witwe Maria Magdalena, eine geborene von Neuching, an Johann Anton Joseph Freiherrn von Armansperg. 1769 war Inhaber der Hofmark Loham noch Graf Armannsberg. Ihm folgte Joseph Felix Ferdinand Graf von Armansperg. Dieser wollte zu Beginn des 19. Jahrhunderts aus seinem Besitz in Loham ein Ortsgericht mit Sitz in Schloss Loham bilden, was sich aber nicht durchführen ließ. 1818 wurde aber im Landgericht Deggendorf ein Patrimonialgericht II. Klasse in Loham für Joseph Ludwig Graf von Armansperg eingerichtet. 1830 wurde dieses mit dem Patrimonialgericht Egg zusammengelegt. Am 7. April 1848 verzichtete Graf Armannberg auf die Patrimonialgerichtsbarkeit von Loham-Egg. 1873 ging der Besitz an Graf Konrad von Preysing über und blieb dann im Besitz der Familie Preysing von Moos.

Früher stand hier eine Turmhügelburg. Im Laufe des 16. Jahrhunderts wurde dann eine Wasserschlossanlage errichtet, die 1723 durchgreifend erneuert wurde. Der Stich von Michael Wening von 1721 zeigt einen viergeschossigen Bau mit Satteldach und einige Gaupen. Zwei Kamine sind als Dachreiter gestaltet. Neben dem Wohnbau ist die Schlosskapelle St. Valentin (um 1714 entstanden) zu erkennen, die an der Südostecke angebaut ist. Beide sind durch eine nicht allzu hohe Mauer und einen Wassergraben geschützt. Außerhalb der Anlage sind Wirtschaftsbauten und ein eingezäunter Schlosspark mit einem Brunnen, aus dem eine Wasserfontäne aufsteigt, zu erkennen.

Der Wassergraben wurde um 1900 eingeebnet. Das Schloss befindet sich in Privatbesitz und ist nicht öffentlich zugänglich. Auch heute ist der mehrgeschossige Hauptbau quadratisch mit Zeltdach. Die Kapelle besitzt einen barocken Zwiebelturm.

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Burgen und Ruinen: Azlburg (abgegangen) | Burg Bogen (abgegangen) | Burg Degenberg (abgegangen) | Burg Falkenfels | Burgruine Haibach | Burgruine Höhenstein | Burg Kagers (abgegangen) | Burg Mitterfels | Burgruine Neurandsberg | Burg Pürgl (abgegangen) | Burg Windberg (abgegangen)

Turmhügelburgen (alle abgegangen): Turmhügel Gingkofen | Turmhügel Greißing | Turmhügel Häuselberg | Turmhügel Holztraubach | Turmhügel Hutterhof | Turmhügel Mundlfing | Turmhügel Straßkirchen | Turmhügel Thalkirchen

Burgställe (abgegangene, unbekannte Burgen): Ringwall Bogenberg | Burgstall Frammelsberg | Ringwall Geiselhöring | Burgstall Häuselberg | Burgstall Kasparzell | Burgstall Neuburg | Burgstall Oberellenbach | Abschnittsbefestigung Pullach | Burgstall Rattiszell | Abschnittsbefestigung Römerschanze | Ringwall Sallach | Burgstall Schlossberg (Degernbach) | Burgstall Schlossberg (Schönstein) | Ringwall Schlossberg | Burgstall Steinhaus | Burgstall Welchenberg

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.842120712.8034313315Koordinaten:

Jan Dobraczyński

Jan Dobraczyński (* 20. April 1910 in Warschau; † 5. März 1994 ebenda) war ein polnischer Schriftsteller, Journalist und Politiker.

Er studierte zunächst Jura und Ökonomie. Im Zweiten Weltkrieg war Dobraczyński Mitglied der Katholischen Nationalen Partei, die sich auch für Juden und andere Minderheiten einsetzte. Als Oberhaupt der Organisation für Verlassene Kinder in Warschau half er Żegota, jüdische Kinder in katholischen Klöstern unterzubringen und so zu retten. Dafür wurde er von Yad Vashem in die Liste der Gerechten unter den Völkern aufgenommen

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. Von 1952 bis 1956 und von 1985 bis 1989 war er Abgeordneter im Sejm

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, dem polnischen Parlament. Für seine Verdienste im Weltdienst erhielt er den Rang eines Brigadegenerals

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. In den 1980er Jahren fungierte er als Vorsitzender der Patriotischen Front für die Nationale Wiedergeburt.

Dobraczyński, bekennender Katholik, schrieb in seinen Büchern vor allem über philosophische und kirchliche Themen. Insgesamt sind von ihm etwa 70 Bücher erschienen.

Teichbinsen

Gewöhnliche Teichbinse (Schoenoplectus lacustris); rechts

Teichbinsen (Schoenoplectus), auch Teichsimsen, Seebinsen oder Flechtbinsen, sind eine weltweit verbreitete Gattung der Sauergrasgewächse. Gelegentlich wurden sie dabei auch in die Gattung Scirpus einbezogen. Der Name Schoenoplectus leitet sich ab aus dem griech. schoinos = Binse und plektos = geflochten

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Teichbinsen werden bis über 250 (400) Zentimeter hoch. Der Stängel ist unten rund, oben entweder oval oder dreikantig und blattlos. An der Spitze trägt er eine scheinbar seitenständige Spirre aus braunen Ährchen – ein Hüllblatt erscheint wie eine „Fortsetzung“ des Stängels. Die Farbe des Stängels variiert zwischen frischgrün und graugrün.

Teichbinsen wachsen in der Regel an feuchten Plätzen, vor allem an Ufern von Gewässern. Die Gewöhnliche Teichbinse bildet beispielsweise in idealtypisch zonierten Seen eine eigene Pflanzengesellschaft (Scirpetum lacustris) in Form von Rieden, die sich seeseitig, also in schon recht tiefem Wasser, an Schilfröhrichte anschließen. An manchen Gewässern werden auch Dominanzbestände ohne andere Großröhrichte und -riede ausgeprägt. Mehrere Schoenoplectus-Arten sind salztolerant und besiedeln entsprechend salzhaltige Gewässer in Küstennähe oder an Binnensalzstellen. Die genannten mitteleuropäischen Arten sind mit Ausnahme von Schoenoplectus lacustris zerstreut bis sehr selten und stehen auf der Roten Liste

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. Die Art S. litoralis ist eine sehr weit verbreitete Sumpfpflanze, die die gesamte Paläotropis, die Australis sowie den mediterran-orientalischen Raum besiedelt und in Deutschland in der Pfalz in einer Kiesgrube östlich von Jockgrim seit ca. 1985 als lokal eingebürgerter Neophyt vorkommt.

In der Jungsteinzeit flochten Menschen, wie noch heute aus der Binse Matten und Körbe. Teichbinsen werden außerdem in biologischen Kläranlagen eingesetzt.

Insgesamt gehören etwa 30 Arten zur Gattung.

In Mitteleuropa kommen folgende Arten und Hybriden vor:

Hybride:

Die weiteren Arten der Gattung sind:

Dazu kommen noch als weitere Hybride:

Heute nicht mehr in diese Gattung gehört:

Yarramundi

Yarramundi (* um 1760 in Richmond in New South Wales, Australien; † nach 1818 in New South Wales) war ein Aborigine, den die europäischen Kolonisten The chief of the Richmond Tribe nannten.

Yarramindi, ein Mitglied des Clans der Boorooberongal im Aborigines-Stamm der Darug, und sein Vater Gombeeree waren healer (deutsch: Heiler) und führende Persönlichkeiten der Aborigines.

Sie trafen sich am 14. April 1791 mit Gouverneur Arthur Phillip auf der ersten Freundschaftsversammlung von Aborigines und Briten, wo sie ihm am Bardo Narring (Little Water) auch zwei Steinbeile überreichten. Heute befindet sich an diesem Ort eine Plakette, die 2001 angebracht wurde

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Yarramundi traf auch mit Watkins Tench zusammen, einem britischen Kapitän der ersten Schiffsflotten mcm taschen sale, die nach Australien kamen, und gab einem seiner verletzten Männer medizinische Hilfe.

Maria Locke war die Tochter von Yarramundi und das erste Aborigine-Mädchen

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, das ab 1815 im Native Institute in Parramatta zur Schule ging. Sie wurde Jahrgangsbeste im Jahr 1819 unter 20 indigenen und 100 europäischen Kindern. Maria heiratete Robert Locke; dies war die erste legale Hochzeit einer indigenen Frau mit einem Europäer in Australien und sie war ferner die erste Aborigine-Frau, die Land in ihren Besitz brachte.

Nach Yarramundi ist ein Vorort von Sydney und die kleine Halbinsel Yarramundi Reach, westlich des Lake Burley Griffin, im Australian Capital Territory benannt.