Roberto Trotta


Roberto Trotta (* 28. Januar 1969 in Pigüé, Argentinien) ist ein argentinischer Fußballtrainer und ehemaliger Fußballspieler. Der für seine Härte bekannte Abwehrspieler brachte es in seiner von 1987 bis 2005 dauernden Profikarriere auf 21 Platzverweise allein in argentinischer Liga und Pokal, ein bisher unübertroffener Wert.

Er begann seine Profilaufbahn 1987 bei Estudiantes de La Plata in der argentinischen Primera División und wechselte Anfang 1992 zu CA Vélez Sársfield. Dort erlebte er seine erfolgreichste Zeit mit zwei Halbjahresmeisterschaften 1993 und 1995 sowie Siegen in der Copa Libertadores und im Weltpokal im Jahr 1994. 1995 bestritt er drei Spiele für die argentinische Nationalmannschaft und europäische Vereine begannen sich für ihn zu interessieren, darunter auch der deutsche Bundesligist 1. FC Köln. Nach dem Sieg in der Copa Interamericana 1996 erfolgte der Wechsel nach Europa zum AS Rom, wo er in der Hinrunde der Saison 1996/97 nur auf wenige Einsätze kam und zum Jahreswechsel wieder in seine Heimat zurückging, zunächst zu CA River Plate, ein halbes Jahr später zum RC Avellaneda. Im Herbst 1997 wechselte er erneut nach Europa zu Sporting Gijón, damals Tabellenletzter der ersten spanischen Liga. Dort spielte er für den Rest der Saison 1997/1998 fast regelmäßig von Beginn an, konnte aber den Abstieg Gijòns nicht verhindern. Er kehrte danach erneut in die argentinische Liga zurück, diesmal zu Unión de Santa Fe. Seine weitere Karriere führte ihn nach einer zweiten Station bei River Plate, wo er zwei Meisterschaften gewann, nach Mexiko (CF Atlante und Puebla FC) und nach einem erneuten Engagement bei seinem Ursprungsverein Estudiantes zu Barcelona SC Guayaquil in Ecuador. Er beendete seine Spielerlaufbahn 2005 bei Unión de Santa Fe.
Trottas erste Station als Trainer war 2006 der argentinische Zweitligist Independiente Rivadavia, zu dem er später mehrfach zurückkehrte. 2007 übernahm er für wenige Monate den seinerzeit ebenfalls zweitklassigen Club Almagro. 2011 holte ihn Diego Maradona, damals Trainer bei al-Wasl in den Vereinigten Arabischen Emiraten, als Co-Trainer an seine Seite. Im Frühjahr 2013 war er für wenige Wochen Trainer von Juventud Unida Universitario. Seit Juli 2013 ist er zum mittlerweile vierten Mal Trainer bei Rivadavia.
Sieger der argentinischen Primera División (A: Torneo Apertura, C: Torneo Clausura):
Sieger in internationalen Wettbewerben:

Správa železniční dopravní cesty

Správa železniční dopravní cesty (SŽDC; deutsch: Verwaltung der Eisenbahn-Verkehrswege) ist das staatliche Eisenbahninfrastrukturunternehmen in Tschechien. SŽDC ist als staatliche Organisation („státní organizace“) Betreiber und Eigentümer aller Eisenbahnstrecken in tschechischem Staatsbesitz. Die Gesellschaft entstand am 1. Januar 2003 durch Abspaltung von der staatlichen Eisenbahngesellschaft České dráhy (ČD).
Die Aufgabe der Gesellschaft ist die Sicherstellung von Betrieb, Betriebsführung, Modernisierung und Entwicklung der Eisenbahnverkehrswege.

Grundlage für die Gründung eines eigenen Infrastrukturunternehmens für die staatseigenen Eisenbahnen in Tschechien war das Gesetz Nr. 77/2002 vom 5. Februar 2002. Am 1. Januar 2003 trat es mit der Abspaltung der SŽDC aus den ČD in Kraft. SŽDC verwaltet seitdem mit Ausnahme einiger weniger Nebenstrecken fast das gesamte Schienennetz Tschechiens. Neben SŽDC bestehen in Tschechien nur noch fünf weitere Eisenbahninfrastrukturunternehmen, die Eisenbahnen mit öffentlichem Verkehr betreiben: Jindřichohradecké místní dráhy (79 km), PDV Railway (37 km), SART (22 km), Advanced World Transport (20 km) und KŽC (5 km).
Große Anstrengungen werden von SŽDC unternommen, die aus der k.u.k.-Zeit stammenden, nicht mehr zeitgemäßen Bahnhöfe ohne Bahnsteige an den Hauptstrecken umzubauen. Ein gelungenes Beispiel dafür ist Bahnhof Děčín an der Hauptstrecke Prag–Dresden (Elbtalbahn). Seit 2008 befindet sich der Prager Hauptbahnhof in einer großen Umbauphase, welche bis 2011 abgeschlossen werden soll.
Aktuell wird das Schienennetz in den vier nationalen multimodalen Korridoren ausgebaut, d.h. parallel zu den anderen Verkehrsträgern Straße und Wasserstraße. Diese waren ebenfalls Teil der Paneuropäischen Verkehrskorridore. Es handelte sich um den Korridor Nr. IV Dresden−Prag−Bratislava/Wien−Budapest−Arad mit dem Zweig Nürnberg−Prag, und den Korridor Nr. VI Gdańsk−Warschau−Katowice−Žilina mit dem Zweig Katowice−Ostrava−Břeclav/Brno. 2004 wurde durch die Entscheidung 884/2004/EG der Aufbau der transeuropäischen Verkehrsnetze (TEN-T) auf die neuen EU-Mitgliedstaaten erweitert. Auf dem Gebiet Tschechiens befinden sich zwei TEN-T-Eisenbahnprojekte: Nr. 22 − Eisenbahnachse Athen–Sofia–Budapest–Wien–Prag–Nürnberg/–Dresden mit der Eisenbahnverbindung Břeclav–Prag–Nürnberg und dem Abschnitt Prag–Linz, und Nr. 23 − Eisenbahnachse Danzig–Warschau–Brünn–Bratislava/–Wien mit der Eisenbahnverbindung Katowice–Břeclav.
1. Eisenbahnkorridor
2. Eisenbahnkorridor
3. Eisenbahnkorridor
4. Eisenbahnkorridor
Weitgehend fertiggestellt ist die Schienenverbindung des sogenannten 1. Korridor (Berlin–Dresden–)Děčín–Prag–Brünn−Břeclav (–Wien). Hier wurde eine Streckenhöchstgeschwindigkeit von 160 km/h realisiert. Ein wichtiger Teil des Projektes war die bessere Anbindung des Prager Hauptbahnhofes an die von Norden kommende Strecke. Seit 1999 wurde dafür die viergleisige „Neue Verbindung“ erstellt, die im Dezember 2008 in Betrieb ging. Internationale Züge, die vorher nur am peripher gelegenen Bahnhof Praha-Holešovice hielten, können nun direkt den Hauptbahnhof erreichen. Untersucht jedoch bislang nicht näher geplant wurde ferner eine Neubaustrecke nördlich von Ústí nad Labem, um die nicht weiter ausbaufähige Elbtalbahn zu umgehen.
Von dieser Strecke zweigt die Schienenstrecke des 2. Korridor über Olomouc in Richtung Slowakei und Polen ab. Die Gesamtlänge beträgt 213 km.
Der 3. Korridor führt von der Grenze bei Mosty u Jablunkova über Ostrava nach Prag und von dort über Pilsen nach Cheb. In Deutschland besteht Anschluss an die Bahnstrecke in Richtung Nürnberg hat. Dieser Korridor mit einer Gesamtlänge von 665 km hat östlich Prag den größten Teil seiner Strecke mit den Korridoren 1 und 2 gemeinsam.
Der Ausbau des westlichen Abschnitts Prag – Cheb soll insgesamt 55 Mrd. Kronen (ca. 2,2 Mrd. Euro) kosten. Die gesamte Strecke ist in sieben Baulose eingeteilt. In vier Abschnitten hatten Mai 2009 die Arbeiten bereits begonnen. Der Abschnitt Plzeň-Stříbro ist bereits fertiggestellt. Der Bauarbeiten sollen bis 2016 abgeschlossen werden. Die Fahrzeit zwischen Prag und Cheb würde sich dann von 3,5 Stunden auf 1,5 Stunden verkürzen.
Ein bemerkenswertes Unternehmen ist dabei der Neubau der Strecke Prag – Beroun. Geplanter Baubeginn ist 2012. Die Fernverkehrszüge werden nicht mehr im kurvenreichen Berounkatal fahren, wo ein sinnvoller Ausbau kaum möglich wäre, sondern beide Orte auf einer 27 km langen Neubaustrecke verbinden. Diese verläuft zum größten Teil in Tunnels und ist um die Hälfte kürzer als die bisherige Strecke. Die Höchstgeschwindigkeit im Neubauabschnitt soll bei 270 km/h liegen, während die restlichen Ausbauabschnitte für Streckenhöchstgeschwindigkeiten von 160 km/h umgebaut werden. Diese Strecke ist der erste Bauabschnitt der geplanten Hochgeschwindigkeitsstrecke Praha – Plzeň – Bayern. Dazu ist für die Verbindung zwischen München und Prag eine Schnellfahrstrecke mit der Bezeichnung Donau-Moldau-Bahn in Untersuchung.
Der 4. Korridor durchschneidet Tschechien in Nord-Süd-Richtung. Von Děčín verläuft er parallel zum Korridor 1 nach Prag und von dort über České Budějovice (Budweis) zur Grenze bei Summerau, wo man Anschluss nach Linz hat. Dieser ist zurzeit ebenfalls im Bau, vorerst wurde hier jedoch nur der Abschnitt von České Budějovice bis ins österreichische Summerau modernisiert.
Die Strecke Prag–Turnov–Liberec soll zukünftig als Korridor V ebenfalls ausgebaut werden. Vorgesehen ist dort eine teilweise Neutrassierung und der Ausbau für eine Höchstgeschwindigkeit von 160 km/h.
Auch im Regionalverkehr bestehen zurzeit mehrere Projekte zur Modernisierung des Streckennetzes. Geplant ist etwa der Ausbau der Strecke Prag–Kladno zu einer richtigen S-Bahn („Esko“), dabei soll auch der Flughafen Praha-Ruzyně mit angebunden werden.
Bis 2012 soll zwischen Brno und Přerov die erste Strecke für eine Höchstgeschwindigkeit von 200 km/h (evtl. 230 km/h) entstehen. Weitere Bahnstrecken sind für diese Geschwindigkeitserhöhung in der Diskussion.
Die SŽDC erzielte in den ersten drei Quartalen des Jahres 2011 einen Gewinn von 72 Mio. €.
Für Nahverkehrszüge erhebt die SŽDC auf dem gesamten Streckennetz 0,22 €/km. Ab 1. Juli 2012 soll dieser Betrag auf den Korridorstrecken auf 0,30 €/km angehoben werden.
Nostalgie-, Touristik- und Sonderzüge müssen seit dem 1. Januar 2012 auf dem gesamten Streckennetz 1,74 €/km entrichten.

Sułkowice

Sułkowice ist eine Stadt im Powiat Myślenicki in der Wojewodschaft Kleinpolen, Polen. Sie ist zugleich Sitz der gleichnamigen Stadt- und Landgemeinde.

Sułkowice liegt 27 km südlich von Krakau und hat eine Fläche von 16,46 km². Durch den Ort fließt die Harbutówka.
Die erste urkundliche Erwähnung von Sułkowice stammt aus dem Jahr 1325 aber eine Siedlung muss schon existiert haben da 1326 bereits eine Pfarrei erwähnt wird. Eine erste Bevölkerungszahl stammt aus dem Jahr 1340 und wird mit 150 angegeben.
Am 4. September 1939 wurde Sułkowice von der Wehrmacht besetzt. Gleich zu beginn wurden 22 Menschen aus Rudnik hingerichtet, einem Dorf der Gemeinde. In einer Strafaktion wurden 1941 wurden noch einmal 26 Menschen hingerichtet. Im Januar 1945 wurde die Wehrmacht aus Sułkowice vertrieben.
1969 erhielt Sułkowice das Stadtrecht.
Von 1975 bis 1998 gehörte die Stadt zur Woiwodschaft Krakau.
Die Gemeinde hat eine Flächenausdehnung von 60,53 km² wovon 51 % landwirtschaftlich genutzt werden und 36 % bewaldet sind.
Umgeben ist die Stadt von Norden im Uhrzeigersinn aus gesehen von den Gemeinden Myślenice, Skawinki und Lanckorona.
Zur Gmina Sułkowice gehören 5 Sołectwos (Schulzenämter): Biertowice, Harbutowice, Krzywaczka, Sułkowice und Rudnik,
Die Gemeinde Sułkowice verfügt über 7 Kindergärten (Przedszkole), 5 Grundschulen (szkoła podstawowa) und 2 Mittelschulen (gimnazjum). Zum Teil befinden sich die Einrichtungen in vier Schulzentren.
Dobczyce – Stadt | Lubień | Myślenice – Stadt | Pcim | Raciechowice | Siepraw | Sułkowice – Stadt | Tokarnia | Wiśniowa

Niccel Steinberger

Niccel Steinberger (* 13. April 1965 als Nicole Kristuf in Wermelskirchen, Deutschland) ist eine deutsch-schweizerische Autorin und Gelotologin.

Niccel Steinberger studierte interkulturelle Germanistik, Ethnologie und Volkskunde an der Universität Bayreuth und schrieb 1993 ihre Magisterarbeit mit dem Titel Das Lachen und Weinen des Clowns. Studien zum interkulturellen Erkenntnispotential einer komischen Figur am Beispiel von Heinrich Bölls ‚Ansichten eines Clowns‘.
Seit ihrem Studium arbeitet sie als Lachtrainerin und gibt Seminare zum Thema Lachen.
Niccel Steinberger ist seit 1999 mit dem Schweizer Kabarettisten Emil Steinberger verheiratet und lebte mit ihm 15 Jahre lang im Dorf Territet bei Montreux, ehe sich die beiden im Jahr 2014 in Basel im Kanton Basel-Stadt niederließen. Sie gründete mit ihrem Mann den Verlag Edition E, wo auch ihre Werke erscheinen. Emil und Niccel Steinberger zeichnen seit dem Jahr 2000 jede Woche ein gemeinsames „Wochenblatt“. Diese werden regelmäßig ausgestellt. Seit 2013 arbeitet die Edition E in Kooperation mit dem Knapp Verlag in Olten.

Karl Wolff (Antifaschist)

Karl Wolff (* 17. September 1911; † 1. August 1933 in Altona/Elbe) war ein Hamburger Antifaschist. Er wurde 1933 in einem von der NS-Justiz inszenierten Prozess zum Altonaer Blutsonntag des Mordes schuldig gesprochen und hingerichtet. Im November 1992 wurde das Urteil aufgehoben.

Karl Wolff, Sohn eines Schmieds, war von Beruf orthopädischer Schuhmacher. Er lebte in einem Hinterhaus der Hamburger Süderstrasse 323 und war ledig. Während des Altonaer Blutsonntags wurde Wolff, der nicht vorbestraft war, in der Christiansstraße 29 verhaftet. Ihm wurde vorgeworfen, am selben Tag gemeinsam mit den Antifaschisten Bruno Tesch, Walter Möller und August Lütgens am gewaltsamen Tod der SA-Männer Heinrich Koch und Peter Büddig mitschuldig gewesen zu sein.
Im Herbst 1932 kam Wolff kurzzeitig in U-Haft; anschließend wurde das Strafverfahren eingestellt. Nach der „Machtergreifung“ durch die Nationalsozialisten wurde er erneut gemeinsam mit 14 weiteren Männern angeklagt und ab 8. Mai 1933 in einem inszenierten Prozess am Landgericht Altona vor ein Sondergericht gestellt. Nach Zeugenaussagen soll Wolff den Hinterhof der Christiansstraße während des Tatzeitpunkts nicht verlassen haben und konnte somit für die tödlichen Schüsse nicht verantwortlich gewesen sein. Leumundszeugen bescheinigten Wolff zudem Hilfsbereitschaft und eine gemäßigte politische Einstellung. Während zehn Beschuldigte zu hohen Haftstrafen verurteilt wurden, wurde Wolff als einer der vier Hauptbeschuldigten ebenso wie Möller, Lütgens und Tesch des Mordes am 2. Juni 1933 schuldig gesprochen. Die vier Todesurteile wurden mit dem Handbeil auf dem Hof des an das Landgericht angrenzenden Gefängnisses vollstreckt. Am 13. November 1992 wurde das Urteil durch das Hamburger Landgericht wegen manipulierter Beweise und zweifelhafter Zeugenaussagen gegen Wolff aufgehoben.

Die Nächte der Tino von Bagdad

Die Nächte der Tino von Bagdad sind orientalische Phantasien[A 1] von Else Lasker-Schüler, die 1907 als zweiter Prosa­band der Autorin im Axel Juncker Verlag in Berlin, Stuttgart und Leipzig unter dem Titel Die Nächte Tino von Bagdads erschienen.
In ein paar der neunzehn, durchweg kurzen Episoden – zelebriert von der Ich-Erzählerin Tino, der „Dichterin Arabiens“ – fließt in der näheren Umgebung des Harems zur Genüge Blut. Else Lasker-Schülers Orient umspannt das halbe südliche Mittelmeer; reicht von Marokko bis Philippopel.

Zeit und Ort sind angegeben: Tino, die erwachte steinalte Mumie, tanzt drei Tage nach der Regenzeit am Nil­ufer. Tinos Hals ist über und über perlengeschmückt und ihr Ohr verziert ein Steinring. Die Tänzerin reckt und streckt sich viper­schnell.
Das Geschehen spielt sich gleichsam auf Königsebene ab. Tino gehört den gekrönten Häuptern an. Schlanke Sklavinnen behüten und bedienen sie. Der Khedive unterhält Tino mit Freudenfesten. Sie erwartet die Rückkehr Senna Paschas.[A 2] Blau dominiert nicht nur in dieser Episode als Farbe, sondern verstreut über den ganzen Text hinweg. Blaue Wände im Harem; von einem blauen Schwan, blauen Träumen, blauen Haaren, einem blauen Kuss und einer blauen Nacht ist die Rede.[A 3]
Der liebenswürdige ägyptische Fürst Plumm Pascha sah Tinos Sohn Pull am Tigris­ufer in Bagdad auf einem weißen Elefanten reiten. Seitdem leben Tino und Pull bei Hofe in der Stadt an den Katarakten. Plumm Pascha hat Pull mit seinen sechs Monate alten Zwillingsprinzessinnen verheiratet. Tino kann wohl nicht anders – sie wird die neunundsiebzigste Frau Plumm Paschas werden.
Ortswechsel. In Bagdad fließt das Blut in Strömen. Immer wenn Tinos Onkel – der Kalif Ached Bey – mit seiner großen Hand winkt, wird ein Sohn „edler Mohammedaner­geschlechter“ Landesverrats wegen enthauptet. Andertags weilt der Kalif bei Allah. Der Oheim – in Jugendzeiten hatte er die Jüdin Naëmi geliebt – „liegt im Palast tot auf seiner großen Hand“. Im Tanzen wirbelt Tino, „Bagdads Prinzessin“ Wüstenstaub auf und tanzt über Meereswellen. Das Volk verstummt.
Tino, die tanzende Mumie, errichtet Jehova singend einen Tempel aus Himmelslicht.
Tino, inzwischen am Hofe ihres Onkel, des marokkanischen Königs Sultan Ali Mohammed, tanzt – nur notdürftig bekleidet – mit ihrem 16-jährigen Cousin Minn. Tinos Vater, der weißbärtige Mohammed Pascha, kennt kein Erbarmen. Die allzu genau hingesehen haben, werden auf der Stelle bestraft. Den schwarzen Dienern werden die Zungen durchbohrt und die Edelleute werden geblendet. Dem schrecklichen Strafgericht steht der königliche Onkel nicht nach. Tino meint, der Sultan habe Minn die Glieder zerrissen.
Zurück nach Ägypten: Mit dem Fakir ist nicht zu spaßen. Paarmaliges Begrabensein hat er überlebt und währenddessen „die Kräfte der Erde gesammelt“. In Theben blutet jede gebärfähige, blühende Frau unausgesetzt, nachdem sie der Fakir mit seiner fleischlosen Hand berührt hat. Tino möchte dem „frommen Werk“ Einhalt gebieten und kniet vor dem Erbarmungslosen nieder. Der Fakir will als Gegenleistung Tinos Fingerring. Sie lehnt ab, denn der Ring hat einen Stein. In dem trägt Tino den Himmel. Zur Strafe lässt der Fakir alle Frauen Thebens bluten.
In Kairo erhebt der Khedive Tino, die Tochter des weißbärtigen Mohammed Pascha, über alle seine Frauen. Als der Khedive mit ihr tanzen möchte, ist die Mumie einmal vorübergehend gestorben.[A 4]
Doch ungeachtet ihres Todes agiert die tanzende Mumie Tino quicklebendig weiter; liebt Abdul Antinous, den Sohn des jüdischen Feldherren Bor Ab Baloch.
Philippopel, der Bosporus und Konstantinopel erscheinen als eine Gegend. Tino will ihren Cousin Hassan lieben, teilt aber das Schicksal des Großmoguls. Von einem Insekt auf die Zunge gestochen, wird die Dichterin sprachlos. In Versen kann sie allerdings noch sprechen. Als Tino endlich die Umgangssprache wiedergefunden hat, wird sie das Sprachrohr des stummen Herrschers. Aber ihre Worte – Verbiegung und Verbesserung des Herrscherwillens artikulierend – missfallen. Der Großmogul wirft sie aus seinem Reichspalast und sie sinkt zur Eseltreiberin herab. Ihr wunderherrlicher Cousin Hassan, den sie lieben wollte, kann sie nicht mehr erkennen.
Tino küsst den schönen Griechenknaben Apollydes im Garten des Königs Amri Mbillre in der namenlosen Stadt. Tino und Apollydes lieben sich. Der Griechenknabe wird vom König dafür bestraft.
Lîlame hatte ihrem Gemahl – dem Großwesir von Konstantinopel – Mêhmêd geboren, einen Jungen mit hellblauen Haaren. Seiner Haarfarbe wegen wird der Kleine vom Volke verlacht. Als Mêhmêd herangewachsen und der Tag des großen Köpfens gekommen ist, will er sich an den Lachern aus der Volksmenge rächen. Aber die Köpfe rollen nicht. Mêhmêd demütigt jeden Lacher öffentlich und schickt ihn dann nach Hause.
Methusalem stirbt in seinem 969. Jahr an dem Tage, als seine Amme Mellkabe bestattet wird. Henoch, das ist Methusalems Vater, hält in Gestalt eines Raben[A 5] beim Verstorbenen Totenwache. Methusalems jüngster Sohn Grammaton ist Dichter. Seine beiden 500-jährigen Brüder bringen ihm bei, dass das väterliche Erbe wohl halbierbar, doch nicht durch Drei teilbar sei. Grammaton hasst nun die Brüder und rottet das ganze Geschlecht Methusalem aus.
Else Lasker-Schüler schrieb gegen das Missverständliche in ihrem Text an das Ehepaar Franz und Maria Marc: „Ihr meint ich sei ein sexueller Mensch, Ihr kennt mich nicht…“
Im Artikelkopf wurde von der Ich-Erzählerin Tino gesprochen. Das stimmt nicht ganz. Wenn Tino beim Namen genannt wird – zum Beispiel in der Episode Der Khedive – verlässt die Erzählerin vorübergehend den Ich-Standpunkt.
Der Text bleibt streckenweise beim ersten Lesen unklar. Zum Beispiel tritt in der Episode Der Magier kein Zauberer auf. Erst als nach ihm gesucht wird, folgt die Erkenntnis: Abduls Vater ist der Magier. Allein sein Feldherrenblick lässt die Stadttore der Feinde stürzen.

Per-René Seeger

Per-René Seeger (* 29. November 1955 in Bad Bibra) ist ein ehemaliger Abgeordneter der Volkskammer der DDR und des Deutschen Bundestags (DBD und SPD).
Seeger besuchte bis 1972 die Polytechnische Oberschule in Saubach. Anschließend absolvierte er eine Lehre als Facharbeiter für automatisierte Produktionssysteme. 1980 wurde er Meister für Bindemittelproduktion und 1986 Meister der Pflanzenproduktion. 1990 genoss er eine Ausbildung zum Wirtschaftskaufmann.
Von 1972 bis 1981 war er im VEB Zementwerk Karsdorf tätig und von 1982 bis 1988 im VEG Memleben. Von 1988 bis 1989 war er Mitarbeiter Wissenschaft und Technik im VEB Landtechnische Instandsetzung Laucha und von 1989 bis 1990 Fachdirektor für Rationalisierung und Betriebsorganisation in der HO Querfurt.
Per-René Seeger war seit 1982 Mitglied der Demokratischen Bauernpartei Deutschlands (DBD). 1988 wurde er Präses der Kreissynode im Kirchenkreis Freyburg (Unstrut). Im März 1990 wurde er im Wahlkreis Halle für die DBD in die Volkskammer gewählt. Dort war er bis August 1990 Parlamentarischer Geschäftsführer der DBD/DFD-Fraktion. Im Zuge der Auflösung der DBD im August 1990 schloss sich Per-René Seeger am 1. September 1990 der SPD-Fraktion an. Im Oktober 1990 gehörte er zu den 144 Abgeordneten, die von der Volkskammer in den Bundestag entsandt wurden. Er gehörte dem Bundestag bis zum Dezember 1990 als SPD-Abgeordneter an.

Großer Preis von Belgien 1992

Der Große Preis von Belgien 1992 fand am 30. August auf dem Circuit de Spa-Francorchamps in der Nähe von Spa statt und war das zwölfte Rennen der Formel-1-Weltmeisterschaft 1992.

Aus finanziellen Gründen entschied sich das Traditionsteam Brabham für einen sofortigen und dauerhaften Rückzug aus der Formel 1.
Zugunsten des Debütanten Emanuele Naspetti, der Sponsorengelder mitbrachte, musste Paul Belmondo seinen Platz bei March räumen. Christian Fittipaldi kehrte nach mehrwöchiger verletzungsbedingter Pause anstelle seiner Vertretung Alessandro Zanardi ins Minardi-Team zurück.
Die Scuderia Ferrari brachte ein Exemplar einer weiterentwickelten Version des F92A an den Start. Der Wagen trug die Bezeichnung F92AT und wurde von Jean Alesi pilotiert.
Das italienische Team Andrea Moda Formula war hier letztmals bei einem Großen Preis anwesend. In der Nacht von Freitag auf Samstag wurde der Teamchef Andrea Sassetti von der belgischen Polizei wegen des Verdachts auf Scheckbetrug verhaftet. Daraufhin schloss die FISA das Team von der weiteren Teilnahme an der Weltmeisterschaft aus.
Infolge des Rückzugs von Brabham umfasste die Meldeliste genau 30 Piloten. Da dies die zulässige Maximalzahl für die Teilnahme an den Trainings war, konnte auf eine Vorqualifikation verzichtet werden.
Während des ersten freien Trainings am Freitagvormittag verunglückte Érik Comas in der schnellen Blanchimont-Kurve so schwer, dass er für 17 Minuten das Bewusstsein verlor. Er nahm nicht am weiteren Verlauf des Rennwochenendes teil.
Nigel Mansell sicherte sich seine zehnte Pole-Position des Jahres vor Ayrton Senna, Michael Schumacher, Riccardo Patrese, Jean Alesi und Gerhard Berger. Thierry Boutsen und Mika Häkkinen bildeten die vierte Startreihe vor Martin Brundle und Johnny Herbert.
Die während des ersten Qualifikationsdurchgangs am Freitag erzielten Rundenbestzeiten konnten samstags aufgrund von Regen nicht mehr unterboten werden. Trotzdem gingen einige Piloten auf die Strecke, um das Verhalten ihrer Fahrzeuge auf Regenreifen zu testen. Dies führte zu zwei weiteren schweren Unfällen durch Gerhard Berger und Pierluigi Martini, die jeweils durch Aquaplaning verursacht wurden. Beide Piloten entkamen unverletzt.
Während Senna vor Mansell und Patrese in Führung ging, kam es an Bergers McLaren MP4/7A zu einem Kupplungsdefekt. Den nachfolgenden Piloten gelang es jedoch, dem stehengebliebenen Wagen rechtzeitig auszuweichen. In der zweiten Runde zog Mansell in der Blanchimont-Kurve an Senna vorbei.
Als es nach wenigen Minuten zu regnen begann, steuerte Mansell als einer der ersten die Box an, um Regenreifen montieren zu lassen. Patrese, der kurz zuvor ebenfalls Senna überholt hatte, gelangte dadurch in Führung. Als auch er zum Reifenwechsel in die Boxengasse abbog, übernahm Senna, der darauf spekulierte, dass der Regen nur kurz anhalten würde, die Spitzenposition. Da sich dies als nicht zutreffend herausstellte, ließ auch er nach zehn Runden seine Reifen wechseln, wodurch Mansell wieder in Führung gelangte. Patrese folgte auf dem zweiten Rang vor Schumacher.
Als die Strecke zunehmend abtrocknete, beschloss Schumacher in Runde 30 nach einem kleinen Fahrfehler im Bereich Stavelot, wieder auf Slicks zu wechseln. Die beiden Williams-Piloten reagierten zunächst nicht darauf und verloren mit ihren verschlissenen Regenreifen Zeit gegenüber Schumacher. Dieser übernahm in der 34. Runde die Führung vor den beiden. Sein Teamkollege Brundle lag auf dem vierten Rang vor Häkkinen und Senna. Wegen eines Defektes am Auspuff seines Wagens fiel Mansell gegenüber dem Führenden Schumacher weiter zurück. Patrese hatte mit einem ähnlichen Problem zu kämpfen, konnte den dritten Rang aber dennoch gegenüber Brundle verteidigen. In der drittletzten Runde verwies Senna Häkkinen auf den sechsten Rang.
Michael Schumacher erzielte seinen ersten Grand-Prix-Sieg und das Williams-Team sicherte sich die Konstrukteurs-Weltmeisterschaft 1992.
Die ersten sechs des Rennens bekamen 10, 6, 4, 3, 2 bzw. 1 Punkt(e).
1925 | — | 1930 | 1931 | — | 1933 | 1934 | 1935 | — | 1937 | — | 1939 | — | 1946 | 1947 | — | 1949 | 1950 | 1951 | 1952 | 1953 | 1954 | 1955 | 1956 | — | 1958 | — | 1960 | 1961 | 1962 | 1963 | 1964 | 1965 | 1966 | 1967 | 1968 | — | 1970 | — | 1972 | 1973 | 1974 | 1975 | 1976 | 1977 | 1978 | 1979 | 1980 | 1981 | 1982 | 1983 | 1984 | 1985 | 1986 | 1987 | 1988 | 1989 | 1990 | 1991 | 1992 | 1993 | 1994 | 1995 | 1996 | 1997 | 1998 | 1999 | 2000 | 2001 | 2002 | — | 2004 | 2005 | — | 2007 | 2008 | 2009 | 2010 | 2011 | 2012 | 2013 | 2014 | 2015
Südafrika | Mexiko | Brasilien | Spanien | San Marino | Monaco | Kanada | Frankreich | Großbritannien | Deutschland | Ungarn | Belgien | Italien | Portugal | Japan | Australien

Rush University

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Die Rush University ist eine in Chicago ansässige privat geführte medizinische Universität. Angeschlossen ist eine Universitätsklinik, das Rush University Medical Center.

Der Vorläufer der heutigen Universität wurde 1843 als Rush Medical College gegründet. Das College wurde nach Benjamin Rush benannt, einem Arzt und einem der Gründerväter der Vereinigten Staaten. Als Lehrkrankenhaus diente das Presbyterian Hospital in Chicago. 1898 wurde die Hochschule der University of Chicago angeschlossen um 1942 die vorklinische Ausbildung einzustellen. Das Presbyterian Hospital blieb als Lehrkrankenhaus erhalten und fusionierte 1956 mit dem St. Luke’s Hospital.
1971 wurde das Rush Medical College wiedergegründet um den steigenden Bedarf an Ärzten im Bundesstaat zu decken. Die Hochschule fusionierte mit dem St. Luke’s Hospital zum Rush-Presbyterian-St. Luke’s Medical Center. Die Umbenennung zum heutigen Namen erfolgte 2003, wobei das Krankenhaus den Namen Rush University Medical Center erhielt.
Die Universität ist in vier verschiedene Colleges aufgeteilt:
41.874594-87.668842Koordinaten: 41° 52′ 29″ N, 87° 40′ 8″ W

Johann Christian Messerschmid

Johann Christian Messerschmid (* 12. Oktober 1720 in Weißenfels; † 21. Januar 1794 in Wittenberg) war ein deutscher Pädagoge.
Johann Christian Messerschmid, Sohn des Rektors Johann Heinrich Messerschmid, besuchte die Ratschule und das Gymnasium in Weißenfels und studierte seit dem Sommersemester 1739 an der Universität Leipzig. Hier bekam er am 23. Dezember 1741 den Grad eines Baccalaureus und avancierte am 8. Februar 1742 zum Magister der Philosophie. 1755 wurde er Rektor der Kloster- und Bergschule in Donndorf. Am 27. April 1757 wurde er zum Rektor der Stadtschule in Wittenberg gewählt und am 22. Mai feierlich eingeführt. In Wittenberg verfolgte er sein Ansinnen, sich am Hochschulbetrieb zu beteiligen.
Neben seiner Tätigkeit als Rektor immatrikulierte er sich dazu am 1. Mai 1759 an der Universität Wittenberg, erlangte am 17. November 1759 die Vorleseerlaubnis für Hochschulen als Magister legens und war am 3. Oktober 1765 Adjunkt an der philosophischen Fakultät geworden. Er trat vielfach auf dem Gebiet des Deutschen, der alten Sprachen und des Hebräischen als Schriftsteller in Erscheinung und erwarb dadurch auch den Titel eines Baccalareus der Theologie. Als Hochschullehrer hat er dabei allerdings seine Tätigkeit an der Wittenberger Stadtschule vernachlässigt, so dass es häufig über ihn Klagen gab.